UBS legt Zahlen vor, die auf dem Papier überzeugen: 7,8 Milliarden Dollar Gewinn, Dividende deutlich erhöht, Integration der Credit Suisse auf der Zielgeraden. Dennoch verliert die Aktie über 8 Prozent. Was steckt hinter dieser widersprüchlichen Marktreaktion?

Quartalszahlen schlagen Prognosen

Die Schweizer Großbank meldete für das vierte Quartal 2025 einen Nettogewinn von 1,2 Milliarden Dollar – 56 Prozent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten lediglich 919 Millionen Dollar erwartet. Der Gewinn pro Aktie erreichte 0,37 Dollar.

Die Gesamterlöse kletterten um 10 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar. Der bereinigte Vorsteuergewinn legte um 62 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar zu.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Nettogewinn 2025: 7,8 Milliarden Dollar (+53% gegenüber 2024)
  • Verwaltete Vermögen: Erstmals über 7 Billionen Dollar (+15%)
  • Dividende: 1,10 Dollar je Aktie (+22%)
  • Aktienrückkäufe 2026: mindestens 3 Milliarden Dollar geplant

Credit Suisse Integration läuft nach Plan

Die Übernahme der Credit Suisse zeigt messbare Fortschritte. Bis Ende 2025 wanderte UBS bereits 85 Prozent der Schweizer Kundenkonten auf eigene Systeme. Die kumulierten Kosteneinsparungen belaufen sich auf 10,7 Milliarden Dollar. Bis Ende 2026 sollen es rund 13,5 Milliarden Dollar werden.

Die Bank bestätigte ihre Ziele für 2028: Eine Eigenkapitalrendite von circa 18 Prozent bei einem Kosten-Ertrags-Verhältnis von etwa 67 Prozent. Die harte Kernkapitalquote liegt aktuell bei 14,4 Prozent.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?

Neugeldzuflüsse enttäuschen deutlich

Der Wermutstropfen: Im vierten Quartal flossen lediglich 8,5 Milliarden Dollar Nettoneugeld zu – weit unter den erwarteten 27,4 Milliarden Dollar. Das Vorquartal hatte noch 37,5 Milliarden Dollar gebracht. Dieser drastische Rückgang wiegt schwer, zeigt er doch, dass das Kerngeschäft schwächelt.

Immerhin setzt UBS auf Asien-Pazifik als Wachstumsmotor. Die Region steuerte 2025 insgesamt 62,5 Milliarden Dollar Nettoneugeld bei. In Hongkong sollen rund 50 zusätzliche Berater angeheuert werden.

Regulatorische Belastung bleibt Unsicherheitsfaktor

Die Schweizer Regierung plant verschärfte Kapitalanforderungen. UBS könnte zusätzliche 26 Milliarden Dollar an Kernkapital vorhalten müssen. Diese regulatorische Unsicherheit dämpft die Planbarkeit künftiger Aktienrückkäufe – und belastet die Aktienstimmung nachhaltig.

Die Bank zeigt operativ Stärke und setzt die Integration konsequent um. Die schwachen Neugeldzuflüsse und drohende Kapitalpuffer werfen jedoch Schatten auf die Bewertung. Am 15. April 2026 stimmt die Generalversammlung über die erhöhte Dividende ab.

Anzeige

UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 12. Februar liefert die Antwort:

Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...