UBS Aktie: Ermottis Klartext
UBS-Chef Sergio Ermotti steht vor einer doppelten Herausforderung: Während in der Schweiz die politische Aufarbeitung der Credit-Suisse-Übernahme andauert, kämpft die Großbank im wichtigen US-Markt mit Gegenwind. Auf einer Finanzkonferenz in Florida bezog der CEO nun deutlich Stellung zur künftigen Ausrichtung. Für Anleger stellt sich die Frage, ob der eingeleitete Sparkurs in Amerika die erhoffte Wende bringt.
- US-Geschäft: Effizienz hat vorerst Vorrang vor Wachstum.
- Standorttreue: Klares Bekenntnis zum Hauptsitz Schweiz trotz Regulierungsdebatten.
- Marktmacht: Massive Konzentration bei Schweizer Pensionskassen-Mandaten bestätigt.
Baustelle USA
Der amerikanische Markt für Vermögensverwaltung bereitet der UBS aktuell Sorgen. Ermotti räumte am Montag offen ein, dass die Sparte Abflüsse verzeichnet und unter Druck steht. Die Reaktion des Managements ist eine klare Priorisierung: Kurzfristig steht die Effizienz über dem Wachstum. Ziel ist es, die Profitabilität wieder auf ein angemessenes Niveau zu heben, bevor neue Expansionsschritte folgen.
Dazu gehören auch unpopuläre Maßnahmen. Der CEO verteidigte Anpassungen am Vergütungsmodell für US-Broker. Es gelte, eine Balance zwischen den Interessen der Aktionäre und der Bezahlung der Berater zu finden. Diese strategische Neujustierung erfolgt vor dem Hintergrund einer schwachen Aktienperformance; seit Jahresanfang hat das Papier 15,55 Prozent an Wert eingebüßt.
Politische Nachwehen und Marktdominanz
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Auch fast drei Jahre nach der Notübernahme der Credit Suisse bleiben die Wogen in der Schweiz nicht ganz geglättet. Zwar nehme die emotionale Voreingenommenheit im Parlament ab, doch die Diskussion um strengere Kapitalvorschriften läuft weiter. Ermotti erwartet hier in den kommenden Monaten Klarheit und erteilte Spekulationen über eine Verlegung des Hauptsitzes ins Ausland eine klare Absage.
Wie dominant die "neue" UBS im Heimatmarkt ist, unterstreicht eine Analyse im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO). Im Bereich der Depotbankdienstleistungen für Pensionskassen hat sich der Wettbewerb drastisch verringert: 93 Prozent der Kassen, die früher bei der Credit Suisse waren, werden nun von der UBS bedient. Diese Marktmacht stärkt zwar die Position der Bank, liefert aber gleichzeitig Argumente für Regulierungsbefürworter.
Der Aktienkurs notiert mit aktuell 33,88 CHF deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 37,63 CHF. Für eine nachhaltige Bodenbildung müssen die angekündigten Effizienzmaßnahmen im US-Geschäft in den kommenden Quartalen greifbare Ergebnisse liefern.
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