UBS Aktie: Gewinn-Paradox
Die Schweizer Großbank liefert ab, doch die Anleger applaudieren nicht. Trotz eines massiven Gewinnsprungs und angehobener Dividenden reagierte die Aktie zuletzt mit einem deutlichen Kursrutsch. Ein Blick hinter die glänzenden Quartalszahlen offenbart ein massives Problem im wichtigen US-Geschäft, das die Stimmung an den Märkten drückt.
Starke Zahlen, schwache Reaktion
Rein fundamental hat die UBS die Erwartungen übertroffen. Mit einem Nettogewinn von 1,2 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal ließ das Institut die Prognosen der Analysten (919 Millionen US-Dollar) weit hinter sich. Auch auf Jahressicht glänzt die Bank mit einem Gewinnplus von 53 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar.
Aktionäre sollen davon direkt profitieren: Das Management erhöht die Dividende um 22 Prozent auf 1,10 US-Dollar je Aktie. Zusätzlich startet ein Aktienrückkaufprogramm über mindestens 3 Milliarden US-Dollar für das laufende Jahr, mit der Option auf weitere Aufstockungen.
Warnsignal aus den USA
Warum also das Minus von rund 4,7 Prozent nach der Veröffentlichung? Der Grund liegt in der Vermögensverwaltung. Während Europa und Asien Zuflüsse verzeichnen, kämpft die UBS in den USA mit erheblichen Problemen. Im vierten Quartal zogen Kunden dort 14 Milliarden US-Dollar an Kapital ab.
Diese Entwicklung wiegt für Investoren schwerer als die Erfolge in anderen Regionen. Das Management dämpfte zudem die Erwartungen und stellte auch für die erste Jahreshälfte 2026 weitere Herausforderungen bei der Neukundengewinnung in Nordamerika in Aussicht.
Integration und Regulierung
Auf der Kostenseite kommt die Bank hingegen voran. Die Integration der Credit Suisse läuft nach Plan; 85 Prozent der Schweizer Konten sind bereits migriert. Die Bank hob das Einsparziel sogar um 500 Millionen auf nun 13,5 Milliarden US-Dollar an.
Dennoch bleibt ein Unsicherheitsfaktor bestehen: Die Schweizer Behörden planen strengere Kapitalanforderungen. Im Raum stehen zusätzliche Puffer von bis zu 26 Milliarden US-Dollar. Klarheit hierüber wird erst die konkrete Kapitalverordnung bringen, die für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet wird.
Bis diese regulatorischen Rahmenbedingungen fixiert sind und der Kapitalabfluss in den USA gestoppt ist, dürften die Rekordgewinne für den Aktienkurs nur die halbe Miete sein.
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