UBS Aktie: Ausbau in Indien
UBS treibt ihre Internationalisierung weiter voran – und setzt dabei klar auf Indien als Technologie- und Talentstandort. Mit einem neuen Global Capability Center in Hyderabad will die Großbank zentrale Funktionen für das weltweite Geschäft stärken. Doch der Ausbau fällt in eine Phase, in der die Credit-Suisse-Integration auf die Zielgerade geht und das US-Wealth-Management Gegenwind spürt.
Die wichtigsten Punkte:
- Neues Global Capability Center in Hyderabad wurde am Mittwoch eröffnet
- Rund 3.000 geplante Einstellungen in Indien innerhalb von zwei Jahren
- Nettoabflüsse in den Americas im Q4 2025: 14,1 Mrd. US-Dollar
- Synergie-Ziel aus der Credit-Suisse-Integration: 13,5 Mrd. US-Dollar
Hyderabad als Tech- und Operativ-Hub
Das neue Zentrum in Hyderabad soll laut Mitteilung vor allem Technologie, Datenanalyse und operative Unterstützung für das globale Geschäft ausbauen. Nach Reuters-Informationen plant UBS am Standort in den kommenden Monaten 2.000 bis 3.000 Stellen zu schaffen – damit würde sich die Belegschaft in der Stadt in etwa verdoppeln.
Der Schritt passt in einen breiteren Trend: Internationale Finanzhäuser bauen ihre Präsenz in Indien aus, um sich Zugang zu spezialisierten Fachkräften und technologischen Kapazitäten zu sichern. Kann UBS damit auch operativ schneller und effizienter werden? Genau darauf zielt die Stärkung von Tech- und Support-Funktionen typischerweise ab.
Integration der Credit Suisse läuft – Ziele bleiben ambitioniert
Die Indien-Expansion kommt in einer entscheidenden Phase: UBS befindet sich im letzten Jahr der Integration der 2023 übernommenen Credit Suisse. Das Institut bezeichnet den Zusammenschluss als eine der komplexesten Bankenfusionen seit der Finanzkrise 2008/09.
Zuletzt hatte UBS Anfang Februar mit den Q4-Zahlen für 2025 unter anderem gemeldet:
- Nettogewinn Q4 2025: 1,2 Mrd. US-Dollar
- Jahresgewinn 2025: 7,8 Mrd. US-Dollar
- Geplante Dividende: 1,10 US-Dollar je Aktie (plus 22% zum Vorjahr)
- Geplanter Aktienrückkauf 2026: 3 Mrd. US-Dollar
Zugleich erhöhte die Bank ihr Synergie-Ziel aus der Integration auf 13,5 Mrd. US-Dollar und nannte Ambitionen bis 2028, darunter eine Eigenkapitalrendite von rund 18%.
US-Wealth-Management unter Druck, Stellenabbau in der Schweiz geplant
Neben den Expansionsplänen gibt es aber auch Belastungsfaktoren. Im amerikanischen Wealth-Management verzeichnete UBS im vierten Quartal Nettoabflüsse von 14,1 Mrd. US-Dollar. Zuflüsse in anderen Regionen konnten das zwar ausgleichen, doch das Management erwartet, dass dieser Gegenwind bis zur ersten Jahreshälfte 2026 anhält.
Parallel dazu steht ein Stellenabbau in der Schweiz im Raum: Laut Reuters plant UBS, rund 3.000 Stellen später im Jahr zu streichen. Einen direkten Zusammenhang zu den Neueinstellungen in Indien weist die Bank zurück. CEO Sergio Ermotti sagte zudem, ein großer Teil der Reduktionen solle über natürliche Fluktuation und Frühverrentungen erfolgen.
Die Fertigstellung der Credit-Suisse-Integration bleibt laut Angaben weiterhin für Ende 2026 geplant.
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