ABB Aktie: Indien-Boom
Rekordaufträge treffen auf schwindende Margen: Die indische Tochtergesellschaft von ABB liefert ein zweigeteiltes Bild für das Abschlussquartal 2025. Während die Nachfrage in Schlüsselindustrien massiv anzieht, drücken steigende Kosten spürbar auf das Ergebnis. Reicht das enorme Orderplus aus, um die Aktie dauerhaft nahe ihrem Rekordhoch zu halten?
Rekordaufträge überlagern Gewinnrückgang
ABB Indien verzeichnete im vierten Quartal einen Sprung beim Auftragseingang um 52 % auf 4.096 Crore Indische Rupien – der höchste Wert für diesen Zeitraum seit fünf Jahren. Besonders die Sektoren Infrastruktur, Eisenbahn und erneuerbare Energien erwiesen sich als Wachstumstreiber. Trotz eines moderaten Umsatzplus von 6 % sank der Nettogewinn jedoch um 18 % auf 432,85 Crore Indische Rupien. Als Hauptursache für diesen Rückgang nannte das Unternehmen Margenbelastungen durch gestiegene Input- und Arbeitskosten.
Anleger scheinen die kurzfristige Profitabilitätsschwäche jedoch zu ignorieren. Der Markt fokussiert sich primär auf die langfristige Geschäftsvisibilität, die durch den robusten Auftragsbestand signalisiert wird. Zum Jahresende 2025 belief sich dieser auf 10.500 Crore Indische Rupien, was eine solide Basis für die kommenden Monate darstellt.
Charttechnik: Kurs nahe Rekordniveau
Die positive Resonanz auf die Wachstumszahlen spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. Mit 76,74 € notiert das Papier aktuell nur hauchdünn unter seinem 52-Wochen-Hoch von 77,50 €. Seit Jahresbeginn konnte der Titel bereits um 21,42 % zulegen und unterstreicht damit seine relative Stärke. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von knapp 28 % verdeutlicht den steilen Aufwärtstrend der letzten Monate.
Die Impulse aus dem indischen Markt stützen die globale Strategie des Mutterkonzerns, der zudem sein laufendes Aktienrückkaufprogramm fortsetzt. Mit einem RSI von 65,9 bewegt sich die Aktie zwar im oberen Bereich, gilt aber noch nicht als massiv überkauft.
Der Fokus richtet sich nun darauf, ob ABB Indien den hohen Auftragsbestand effizient abarbeiten und die Kostenbasis stabilisieren kann. Gelingt es, die operativen Margen im nächsten Quartal wieder zu steigern, bleibt der Weg für einen Ausbruch über das bisherige Allzeithoch frei. Weitere Details zur Profitabilität werden mit der Veröffentlichung des vollständigen Geschäftsberichts erwartet.
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