Die Schweizer Großbank gestaltet ihre globale Personalstruktur drastisch um. Während im Heimatmarkt Schweiz im Zuge der Credit-Suisse-Integration tausende Stellen gestrichen werden, entsteht in Indien ein neues Technologie-Kraftzentrum. Diese strategische Verschiebung der Ressourcen erfolgt vor dem Hintergrund eines schwächelnden Aktienkurses nach gemischten Quartalszahlen.

  • Stellenabbau Schweiz: Rund 3.000 Positionen fallen weg.
  • Aufbau Indien: 2.000 bis 3.000 neue Jobs in Hyderabad.
  • Integrationsstand: 85 Prozent der CS-Konten bereits migriert.
  • Sparziel: Erhöhung auf 13,5 Milliarden Dollar.

Technologie-Offensive in Asien

UBS baut ihre Kapazitäten in Indien massiv aus und plant die Eröffnung eines neuen Global Capability Center in Hyderabad. Laut Reuters sollen dort in den kommenden Monaten bis zu 3.000 neue Mitarbeiter eingestellt werden, was einer Verdopplung der lokalen Belegschaft gleichkommt. Der Fokus liegt dabei klar auf technologischer Expertise: Matthias Schacke, Leiter der UBS-Operationen in Indien, unterstreicht die Notwendigkeit, Fähigkeiten im Bereich künstlicher Intelligenz und digitaler Infrastruktur zu stärken.

Dieser Schritt spiegelt einen breiteren Trend im Bankensektor wider, bei dem globale Institute Milliarden in indische Standorte investieren, um Zugang zu einem großen Talentpool für Technologie und Back-Office-Dienstleistungen zu erhalten.

Kontrastprogramm im Heimatmarkt

Gleichzeitig treibt das Management die Kostensenkungen in der Schweiz voran. Im Rahmen der Credit-Suisse-Integration sollen hier voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 rund 3.000 Stellen wegfallen. Obwohl die Bank einen direkten kausalen Zusammenhang zur Expansion in Indien dementiert, ist die Gleichzeitigkeit der Maßnahmen auffällig. CEO Sergio Ermotti setzt darauf, den Abbau primär durch natürliche Fluktuation und Frühpensionierungen sozialverträglich zu gestalten.

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Die Integration der 2023 übernommenen Credit Suisse befindet sich im Endspurt. Mit einer bereits erfolgten Migration von 85 Prozent der Schweizer Kundenkonten nähert sich das Institut dem Abschluss der technischen Zusammenführung. Dies erlaubt es der Bank, das Kosteneinsparungsziel um weitere 500 Millionen auf nunmehr 13,5 Milliarden Dollar anzuheben.

US-Geschäft belastet Kursentwicklung

Trotz der operativen Fortschritte stand die UBS-Aktie zuletzt unter Druck. Auslöser waren die Quartalszahlen vom 4. Februar, die zwar gewinnseitig überzeugten, aber Schwächen im Neugeschäft offenbarten. Besonders im US-Wealth-Management zogen Kunden netto 14 Milliarden Dollar ab, was den globalen Zufluss auf magere 8,5 Milliarden Dollar drückte – ein deutlicher Einbruch im Vergleich zum Vorquartal (37,5 Milliarden Dollar).

Das Management steuert nun aktiv gegen und verlagert den Wachstumsfokus verstärkt nach Asien. Mit 62,5 Milliarden Dollar Netto-Neugeldern im Jahr 2025 bleibt die Region Asien-Pazifik der wichtigste Wachstumstreiber, weshalb auch in Hongkong das Personal um 50 Banker aufgestockt werden soll.

Für die weitere Kursentwicklung ist nun entscheidend, ob das Management die versprochenen Synergien von 13,5 Milliarden Dollar bis Jahresende vollständig realisieren kann und gleichzeitig den Abfluss von Kundengeldern im US-Markt stoppt.

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