UBS Aktie: Juristisches Nachspiel
Die Altlasten der Credit Suisse-Übernahme holen die UBS erneut ein, doch die Anleger reagieren anders als erwartet. Während das Zürcher Handelsgericht nun ein Bewertungsgutachten angeordnet hat, zeigt sich der Aktienkurs zur Wochenmitte robust. Offenbar wiegt die operative Stärke der Grossbank derzeit schwerer als die juristischen Unsicherheiten aus der Vergangenheit.
- Gerichtsentscheid: Bewertungsgutachten zur CS-Übernahme angeordnet
- Kursentwicklung: Aktuell 33,08 CHF (+1,75 %)
- Geschäftszahlen 2025: Jahresgewinn von 7,8 Mrd. USD
- Kapitalrückführung: Geplanter Rückkauf von bis zu 3 Mrd. USD in 2026
Überprüfung des Umtauschverhältnisses
Das Handelsgericht hat Berichten zufolge einen entscheidenden Schritt in der rechtlichen Aufarbeitung der historischen Bankenfusion eingeleitet. Ein unabhängiges Bewertungsgutachten soll klären, ob das damals festgesetzte Umtauschverhältnis für die Credit Suisse angemessen war. Zahlreiche ehemalige Aktionäre der übernommenen Bank lassen die finanziellen Konditionen überprüfen.
Obwohl solche Verfahrensschritte oft Unsicherheit schüren, bleibt Panik am Markt aus. Die Anordnung gilt als üblicher Bestandteil dieser komplexen Überprüfungsverfahren. Investoren scheinen dieses Risiko bereits weitgehend als langfristigen, aber handhabbaren Faktor eingepreist zu haben.
Operative Ertragskraft stützt den Kurs
Dass die UBS Aktie heute mit einem Plus von 1,75 Prozent auf 33,08 CHF notiert, liegt primär an den soliden Fundamentaldaten. Die Grossbank konnte erst kürzlich mit einem Jahresgewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar für 2025 überzeugen. Trotz der Integrationskosten lieferte allein das vierte Quartal einen Reingewinn von 1,2 Milliarden US-Dollar.
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Diese Ertragskraft ist dringend nötig, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Seit Jahresbeginn liegt der Titel noch immer rund 17,5 Prozent im Minus. Der heutige Anstieg ist ein erstes Zeichen der Stabilisierung, auch wenn der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 47,57 CHF weiterhin beträchtlich ist.
Fokus auf Dividende und Rückkäufe
Neben den reinen Gewinnen treibt vor allem die Aussicht auf Kapitalrückflüsse das Interesse der Käufer. Das Management bekräftigte die Pläne, im laufenden Jahr 2026 eigene Aktien im Volumen von bis zu 3 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Zusätzlich steht eine prognostizierte Dividende von 1,22 US-Dollar je Aktie im Raum, was einer spürbaren Anhebung gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Die Kombination aus robusten Gewinnen und aktionärsfreundlichen Ausschüttungen überlagert derzeit die juristischen Störfeuer. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob die UBS ihre Profitabilität in den kommenden Quartalen halten kann, während das Gerichtsgutachten im Hintergrund läuft.
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