OHB baut seine Mond-Ambitionen aus – und schafft dafür eine eigene Struktur. Mit der neu gegründeten European Moonport Company bündelt der Konzern seine Aktivitäten rund um künftige Mondmissionen und positioniert sich damit früh in einem Markt, der in Europa gerade erst Form annimmt. Doch wie konkret sind die Pläne bereits?

  • Neue Gesellschaft: European Moonport Company (Sitz: Oberpfaffenhofen)
  • Zielbild: Start- und Landeanlage auf dem Mond als Logistik-Knotenpunkt
  • Rückenwind aus dem Kerngeschäft: Auftragseingang 2025 +24% auf rund 2,1 Mrd. Euro
  • Angehobene Ziele: 2026/2027 höhere Prognose, 2028 erstmals >2,0 Mrd. Euro Gesamtleistung als Marke

European Moonport Company: Bündelung der Mondpläne

Am Mittwoch verkündete OHB in Anwesenheit des bayerischen Ministerpräsidenten die Gründung der European Moonport Company. Die neue Tochter sitzt am Konzernstandort in Oberpfaffenhofen bei München und soll künftig alle Aktivitäten rund um Mondmissionen bündeln.

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Konkret arbeitet OHB gemeinsam mit Munich Airport International an einem ersten Konzept für eine zentrale Start- und Landeanlage auf der Mondoberfläche. Ein solcher „Moonport“ ist als verlässlicher Knotenpunkt gedacht – für Logistikflüge ebenso wie für bemannte Raumfahrzeuge.

Argonaut-Auftrag liefert Substanz – Start für 2030 geplant

Ganz aus dem Nichts kommt der Schritt nicht. Bereits im November erhielt die OHB System AG einen Auftrag für drei Subsysteme des europäischen Mondlanders Argonaut: Energieversorgung, Kommunikation sowie Navigations- und Steuerungssystem.

Der Zeitplan ist dabei klar umrissen: Der erste Argonaut-Lander soll 2030 mit einer Ariane 6.4 starten. Damit liegt der operative Einsatz zwar noch einige Jahre in der Zukunft, die industrielle Vorbereitung läuft aber bereits.

Prognose angehoben – Gespräche mit Rheinmetall bestätigt

Neben den Mondthemen hat OHB zuletzt auch mit Finanz- und Kooperationssignalen Akzente gesetzt. Auf dem Capital Market Day im Januar hob der Konzern seine Prognose an:

  • 2026: Gesamtleistung 1,4 Mrd. Euro, EBITDA-Marge 11%, EBIT-Marge 8%
  • 2027: Gesamtleistung 1,7 Mrd. Euro, EBITDA-Marge 12%, EBIT-Marge 9%
  • 2028: Gesamtleistung >2,0 Mrd. Euro, EBITDA-Marge >12%, EBIT-Marge >9%

Für das Geschäftsjahr 2025 meldete OHB zudem einen deutlich höheren Auftragspolster: Im 9-Monatsbericht lagen die Werte bei 863,5 Mio. Euro Gesamtleistung (+21%), 46,0 Mio. Euro EBIT (+32%) und einem Auftragsbestand von 3.117 Mio. Euro (+47%). Für 2025 stellte der Vorstand eine Gesamtleistung von rund 1,2 Mrd. Euro in Aussicht.

Zusätzliche Aufmerksamkeit brachte Ende Januar die Bestätigung von Gesprächen mit der Rheinmetall Group über eine mögliche Kooperation. Laut Unternehmen geht es dabei um eine Beteiligung an möglichen öffentlichen Beschaffungsprozessen – ohne Angaben zu Umfang oder Zeitrahmen.

Im Blick behalten Anleger als nächste Fixpunkte die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2025 am 19. März, die Q1-Zahlen am 7. Mai sowie die Hauptversammlung am 24. Juni.

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