Nestle Aktie: Aktuelle Marktschwankungen
Der neue Konzernchef Philipp Navratil will beim Schweizer Nahrungsmittelriesen aufräumen und die Strukturen grundlegend verändern. Doch während die Strategie auf vier zentrale Wachstumsfelder ausgerichtet wird, belastet die Ausweitung eines Rückrufs bei Säuglingsnahrung die operative Bilanz. Gelingt der Spagat zwischen Zukunftsvision und Krisenmanagement?
Die wichtigsten Fakten:
* Strategie: Fokus auf Kaffee, Tiernahrung, Gesundheit und Snacks.
* Problem: Rückruf bei Babynahrung ausgeweitet, Ursache identifiziert.
* Divestment: Verkaufsprozess der Wassersparte schreitet voran.
* Kursreaktion: Stabilisierung bei 78,06 CHF nach schwachem Jahresstart.
Angriff auf das Volumenwachstum
Navratil setzt den Rotstift an und fokussiert das Geschäft neu. Künftig sollen vier Kategorien das Wachstum treiben: Kaffee, Tiernahrung, Ernährung & Gesundheit sowie Lebensmittel. Das Ziel ist klar definiert: Das Absatzvolumen des weltgrößten Nahrungsmittelherstellers muss wieder steigen.
Um dies zu erreichen, sollen Einsparungen direkt in die Produktentwicklung und das Marketing von Kernmarken wie KitKat und Maggi fließen. Medienberichten zufolge könnte dieser strategische Schwenk in eine formelle Reorganisation der bisher regionalen Konzernstruktur münden. Besonders im Kaffeegeschäft und im asiatischen Tiernahrungsmarkt sieht das Management noch ungenutztes Potenzial.
Rückruf drückt auf die Stimmung
Überschattet wird der strategische Neuanfang von operativen Problemen. Nestlé musste den Rückruf von Babynahrung der Marken Guigoz (Frankreich) und SMA (Großbritannien) ausweiten. Hintergrund sind verschärfte EU-Messmethoden für Toxine. Als Quelle der Kontamination wurde ein Öl-Blend eines chinesischen Zulieferers identifiziert.
Zwar betonen Unternehmen und Behörden, dass es bislang keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen den Produkten und untersuchten Todesfällen bei Säuglingen gibt, doch die laufenden Ermittlungen in Frankreich sorgen für Unruhe.
Portfolio-Bereinigung läuft
Parallel dazu treibt der Konzern den Verkauf von Anteilen am Wassergeschäft voran. Um den Prozess zu beschleunigen, wurde neben Rothschild & Co. nun auch die Deutsche Bank als Berater mandatiert. Ziel ist es, bis März erste konkrete Gebote von potenziellen Käufern auf dem Tisch zu haben.
Der Markt reagiert auf den gemischten Newsflow zuletzt mit einer leichten Erholung. Nachdem die Aktie seit Jahresanfang rund 20 Prozent an Wert eingebüßt hatte, konnte sie auf Wochensicht über 6 Prozent zulegen und notiert aktuell bei 78,06 CHF.
Die Richtung für die kommenden Monate dürfte am 19. Februar festgelegt werden. Dann präsentiert Nestlé die Jahresergebnisse für 2025. Investoren erwarten an diesem Termin konkrete Details zur Umsetzung der neuen Vier-Säulen-Strategie und klare Aussagen zur Bewältigung der Qualitätsmängel.
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