Telus Aktie: CEO-Wechsel nach 26 Jahren
Telus vollzieht einen historischen Führungswechsel: Nach mehr als einem Vierteljahrhundert an der Spitze des kanadischen Telekommunikationsriesen gibt Darren Entwistle zum 30. Juni 2026 die Zügel ab. Sein Nachfolger Victor Dodig, ehemaliger CIBC-Chef, übernimmt am 1. Juli. Die Aktie reagierte auf die Quartalszahlen und die Personalie mit einem Rückgang von 2,12 Prozent im vorbörslichen Handel.
Verfehlte Erwartungen belasten den Kurs
Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 fielen schwächer aus als erhofft. Der Gewinn je Aktie erreichte nur 0,20 Dollar – die Analysten hatten 0,25 Dollar erwartet. Beim Umsatz klaffte ebenfalls eine Lücke: 5,23 Milliarden Dollar standen Prognosen von 5,40 Milliarden gegenüber. Das bedeutet eine Verfehlung von 20 Prozent beim Gewinn und 3,15 Prozent beim Umsatz.
Immerhin: Für das Gesamtjahr 2025 meldete Telus einen Rekord-Cashflow von 2,2 Milliarden kanadischen Dollar – ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Verschuldungsquote verbesserte sich deutlich von 3,9 auf 3,4. Das Unternehmen fügte 1,1 Millionen neue Mobilfunk- und Festnetzkunden hinzu, die Kundenabwanderung im Mobilfunk lag bei lediglich 0,97 Prozent – Bestwert in der Branche.
Stabiler Übergang mit klaren Zielen
Der Wechsel an der Spitze kommt nicht überraschend. Entwistle, der seit 2000 das Unternehmen führt und damit längster amtierender Telekom-CEO weltweit ist, hatte die Nachfolgeplanung lange vorbereitet. Dodig saß bereits seit Mai 2022 im Verwaltungsrat und kennt die strategischen Herausforderungen. Bis Ende April 2027 steht Entwistle als Berater zur Verfügung.
Für 2026 peilt Telus ein Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent an, beim bereinigten EBITDA ebenfalls 2 bis 4 Prozent. Der freie Cashflow soll auf rund 2,45 Milliarden kanadische Dollar steigen. Die Investitionsquote sinkt von 12 auf 10 Prozent – Spielraum für die angekündigten Synergien aus der Integration von Telus Digital in Höhe von 150 bis 200 Millionen Dollar jährlich.
Die wichtigste Frage für Anleger: Bleibt die Dividendenpolitik stabil? Vorerst ja. Der Verwaltungsrat hält die Ausschüttung auf aktuellem Niveau, bis Aktienkurs und Rendite die Wachstumsaussichten besser widerspiegeln. Der Rabatt beim Dividenden-Reinvestitionsprogramm wurde bereits von 2 auf 1,75 Prozent reduziert – weitere Schritte sollen folgen. Bei einer Ausschüttungsquote von rund 70 Prozent bleibt die Dividende allerdings gut finanzierbar.
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