Die Papiere der Schweizer Großbank UBS markieren ein neues 17-Jahres-Hoch. Verantwortlich für den massiven Kaufimpuls ist eine entscheidende politische Entwicklung in Bern, die das Risiko einer drastischen Kapitalerhöhung deutlich verringert. Anleger reagieren erleichtert auf die Signale der Schweizerischen Volkspartei (SVP), einen Regulierungs-Kompromiss mitzutragen. Damit scheint eine der größten Unsicherheiten für die Aktionäre beseitigt.

Folgende Eckpunkte treiben die aktuelle Euphorie:

  • Vermeidung von Verwässerung: Die befürchtete Aufstockung des harten Eigenkapitals um bis zu 26 Milliarden Dollar ist vorerst vom Tisch.
  • Alternative Finanzierung: Der Kompromiss erlaubt der Bank, verschärfte Kapitalanforderungen teilweise über Wandelanleihen (AT1-Bonds) zu decken.
  • Politische Mehrheit: Die Unterstützung der stärksten Parlamentsfraktion macht die Umsetzung dieses bankenfreundlichen Szenarios sehr wahrscheinlich.

Wende im Regulierungsstreit

Im Zentrum der Kursrallye steht die Entspannung bei den "Too Big To Fail"-Vorgaben. Wie Bloomberg berichtet, unterstützt die SVP nun offiziell einen Plan, der für die Bilanzstruktur der Bank deutlich vorteilhafter ist als die ursprünglichen Regierungspläne. Statt neues Aktienkapital aufnehmen zu müssen – was den Gewinn pro Aktie für bestehende Aktionäre verwässert hätte – kann die UBS auf effizientere Finanzinstrumente zurückgreifen.

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Der Markt preist dieses Szenario aggressiv ein. Die Aktie, die noch am Mittwoch bei 47,30 USD schloss, verzeichnete in den letzten sieben Tagen einen beeindruckenden Anstieg von 17,90 Prozent. Damit liegt der Kurs nur noch knapp unter dem am 5. Januar markierten 52-Wochen-Hoch von 48,11 USD.

Operative Stärke und makroökonomischer Rückenwind

Parallel zur politischen Entspannung nutzt das Management die positive Stimmung für die Ausgabe neuer Anleihen. Die Platzierung einer Benchmark-Anleihe in Euro, aufgeteilt in Laufzeiten von fünf und elf Jahren, demonstriert die wiedererlangte Normalität nach der Integration der Credit Suisse. Marktbeobachter werten die souveräne Kapitalaufnahme als Beleg für das gestiegene Vertrauen institutioneller Investoren.

Zusätzlich sorgt eine Prognose der hauseigenen Ökonomen für Optimismus im Sektor: Sie erwarten für die Schweizerische Nationalbank (SNB) einen Jahresgewinn von bis zu 28,5 Milliarden Franken, getrieben durch Gold- und Aktienmärkte. Dies unterstreicht das solide Marktumfeld, in dem sich der Schweizer Finanzsektor aktuell bewegt.

Ausblick: Weg des geringsten Widerstands

Die Kombination aus politischer Rückendeckung und operativer Stabilität hat das Chance-Risiko-Verhältnis der UBS grundlegend verbessert. Mit der Beseitigung des Risikos einer harten Kapitalerhöhung fällt das zentrale Argument der Bären weg. Solange die politische Allianz für den AT1-Kompromiss Bestand hat, dürfte der Aufwärtstrend fundamental untermauert bleiben. Anleger honorieren, dass die Bank die regulatorischen Hürden der Großfusion voraussichtlich kosteneffizienter meistern wird als befürchtet.

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