US-Aktien: UBS stuft herab
Jahrelang waren amerikanische Titel der verlässliche Wachstumsmotor in globalen Depots. Doch diese Dominanz bröckelt zusehends. Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Einschätzung für den weltgrößten Aktienmarkt nun auf „Neutral“ gesenkt und identifiziert ein Bündel an strukturellen Risiken, die eine Kapitalumschichtung in andere Regionen nahelegen.
Warnsignale bei Bewertung und Währung
Andrew Garthwaite, Leiter der globalen Aktienstrategie bei der UBS, vollzog am gestrigen Freitag den entscheidenden Schritt: In einem globalen Portfolio wurde die Gewichtung von US-Aktien auf „Benchmark“ reduziert. Dieser Schritt folgt auf eine bereits Mitte Februar erfolgte Herabstufung der Sektoren Technologie und Kommunikation.
Der Hauptgrund für die Zurückhaltung liegt in der extremen Bewertung. US-Aktien handeln derzeit mit einem Aufschlag von 35 Prozent gegenüber ihren internationalen Pendants. Zum Vergleich: Seit 2010 lag dieser Durchschnittswert bei lediglich vier Prozent. Rund 60 Prozent der US-Sektoren sind mittlerweile teurer bewertet als ihre historische Norm.
Hinzu kommt der Währungsfaktor. Die UBS-Strategen sehen „asymmetrische Abwärtsrisiken“ für den US-Dollar und erwarten einen Anstieg des Euro auf 1,22 US-Dollar bis Ende des ersten Quartals. Historisch betrachtet führt ein schwächerer Dollar oft dazu, dass US-Titel schlechter abschneiden als der globale Gesamtmarkt.
Politischer Gegenwind und Wachstumsschwäche
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Neben den harten Bewertungskennzahlen belasten politische Unsicherheiten die Aussichten. Die Agenda von Präsident Donald Trump – von Zollfragen über mögliche Deckelungen bei Kreditkartenzinsen bis hin zu Eingriffen bei Arzneimittelpreisen – sorgt für Unruhe.
Gleichzeitig verliert der US-Markt eines seiner wichtigsten Argumente: Die Attraktivität durch Aktienrückkäufe schwindet. Die kombinierte Aktionärsrendite aus Dividenden und Rückkäufen beträgt in den USA inzwischen nur noch etwa die Hälfte des europäischen Niveaus.
Zudem könnte das prognostizierte globale Wirtschaftswachstum den USA zum Verhängnis werden. Die UBS erwartet für das Jahr 2026 ein globales BIP-Wachstum von 3,4 Prozent. In Phasen, in denen das weltweite Wachstum anzieht, profitieren zyklische Märkte wie Europa oder Japan aufgrund ihrer höheren operativen Hebelwirkung oft stärker als die USA.
Fazit: Das Ende der Automatik
Die Marktdaten stützen die Skepsis der Analysten bereits. Während der S&P 500 seit Jahresbeginn kaum vom Fleck kam, legten der MSCI World ex-US um rund 8 Prozent und der japanische Nikkei 225 sogar um 17 Prozent zu. Auch wenn die UBS keinen Bärenmarkt ausruft und weiterhin Potenzial im KI-Sektor sieht, ist die Botschaft klar: Die Zeiten, in denen Anleger blind auf eine US-Outperformance setzen konnten, sind vorerst vorbei.
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