TKMS füllt die Auftragsbücher weiter – und das ausgerechnet mit einem der strategisch wichtigsten Programme des Konzerns. Norwegen hat das 212CD-U-Boot-Projekt ausgebaut und damit das geplante Maximalvolumen erreicht. Doch wie viel Rückenwind kann so ein Großauftrag der Aktie kurzfristig wirklich geben?

Großauftrag aus Oslo

Die norwegische Regierung bestellte am 30. Januar 2026 zwei weitere U-Boote der Klasse 212CD. Damit wächst die Flotte der Königlich Norwegischen Marine von vier auf sechs Einheiten. Der Vertrag wurde offiziell in Oslo unterzeichnet und erweitert das laufende Programm deutlich.

Wichtig ist dabei vor allem der Rahmen: Das deutsch-norwegische 212CD-Projekt kommt nun auf sein vorgesehenes Endvolumen von insgesamt zwölf Bootensechs für Deutschland, sechs für Norwegen. Deutschland hatte seine Bestellung bereits zuvor erhöht: Im Dezember 2024 wurde der Vertrag für vier zusätzliche U-Boote unterzeichnet, womit die ursprüngliche Bestellung von zwei ebenfalls auf sechs anwuchs.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Norwegen stockt auf 6 212CD-U-Boote auf (Bestellung vom 30.01.2026)
- Gesamtprogramm erreicht 12 Einheiten (Deutschland 6, Norwegen 6)
- Kanada als nächster Hebel: Entscheidung im Laufe von 2026 erwartet
- Nächster Termin: Hauptversammlung am 27.02.2026 (Anmeldeschluss 20.02.2026)

Kanada als nächster Hebel

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Parallel zur europäischen Aufstockung arbeitet TKMS an seiner Position in Nordamerika. Dafür wurde eine Kooperationsvereinbarung mit Seaspan Shipyards in Kanada geschlossen. Ziel: eine gute Ausgangslage für das Canadian Patrol Submarine Project.

Der Markt klingt groß: Kanada plant die Beschaffung von bis zu zwölf U-Booten. Eine Entscheidung wird im Laufe des Jahres 2026 erwartet. Für TKMS wäre das ein weiterer signifikanter Auftrag – aktuell bleibt es aber bei der Positionierung über die Kooperation.

Aktie: starke Rally, zuletzt ruhiger

Am Markt spiegelt sich das Rüstungsumfeld weiter in spürbaren Schwankungen. Nach einer starken Bewegung in den Vorwochen kam es Anfang Februar zu Gewinnmitnahmen im Sektor. Die Aktie notiert heute bei 98,20 Euro und liegt damit nur knapp unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 100,60 Euro (vom 22.01.2026). Auf 30 Tage gesehen steht ein Plus von 37,44% – das erklärt, warum auch kleine Rücksetzer derzeit schnell wie eine Verschnaufpause nach einem Sprint wirken.

Der nächste konkrete Fixpunkt ist die ordentliche Hauptversammlung am 27. Februar 2026 in Essen. Bis dahin dürfte der frisch ausgebaute Norwegen-Auftrag vor allem eines liefern: mehr Planbarkeit im 212CD-Programm – während der mögliche Kanada-Entscheid 2026 als zusätzlicher Kurstreiber im Hintergrund bleibt.

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