Der Cannabis- und Konsumgüterkonzern treibt seinen Umbau voran, doch die Anleger bleiben skeptisch. Während im Hintergrund Marken aufgefrischt und europäische Strukturen gestrafft werden, spiegelt der Aktienkurs die anhaltende Unsicherheit wider. Analysten reagierten zuletzt mit deutlichen Kurszielkürzungen auf die jüngsten Geschäftszahlen.

Offensive bei Bier und Medizin

Am gestrigen Donnerstag kündigte Tilray eine umfassende Markenerneuerung seiner Tochtergesellschaft Terrapin Beer Co. an. Mit überarbeiteten visuellen Identitäten und neuen Verpackungen soll die Marke im wettbewerbsintensiven Craft-Beer-Markt modernisiert werden. Dieser Schritt unterstreicht die Strategie, das Konsumgüterportfolio als zweites Standbein neben dem Cannabisgeschäft zu etablieren.

Parallel dazu strukturierte das Unternehmen sein europäisches Medizinsegment neu. Bereits am 22. Januar startete offiziell "Tilray Medical Italia". Diese Maßnahme bündelt die italienischen Aktivitäten, die zuvor unter FL Group liefen. Ziel ist eine effizientere Verteilung von EU-GMP-zertifizierten Cannabisprodukten durch Partnerschaften mit italienischen Pharmakteuren wie Molteni Farmaceutici.

Analysten senken Daumen

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An der Börse verpufften diese strategischen Updates bisher. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 7,62 US-Dollar, ein Minus von 2,9 Prozent. Das Handelsvolumen lag mit rund 3,14 Millionen Aktien deutlich unter dem Durchschnitt. Hintergrund der Zurückhaltung sind die Geschäftszahlen zum zweiten Quartal vom 8. Januar, bei denen ein Umsatz von rund 218 Millionen US-Dollar gemeldet wurde.

Marktbeobachter reagierten ernüchtert auf die Entwicklung. Das Analystenhaus Roth MKM senkte sein Kursziel drastisch von 20,00 auf 10,00 US-Dollar, behielt aber die Einstufung "Neutral" bei. Auch Weiss Ratings bestätigte das "Sell"-Rating. Die Experten sehen offenbar weiterhin Risiken bei der Balance zwischen internationaler medizinischer Expansion und dem Wachstum im Getränkesektor.

Die kommenden Quartale müssen zeigen, ob die Konsolidierung in Europa und das Rebranding im Biersegment die Margen nachhaltig stützen können. Bis handfeste Ergebnisse vorliegen, dürfte die Skepsis der Analysten den Spielraum der Aktie begrenzen.

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