Tilray Aktie: Gleichbleibende Nachrichtenlage
Tilray Brands hat am 2. März 2026 zentrale Vermögenswerte des schottischen Craft-Beer-Pioniers BrewDog für 33 Millionen Pfund übernommen – ein Bruchteil der einst auf Milliarden geschätzten Bewertung. Die Transaktion umfasst die globale Marke samt geistigem Eigentum, das britische Brauereigeschäft sowie elf Brewpubs in Großbritannien und Irland. Gleichzeitig verloren 484 Beschäftigte ihre Jobs, während 733 Stellen erhalten bleiben.
Pre-Pack-Deal ohne Altlasten
Die Übernahme erfolgte als Pre-Pack-Administration, ein Verfahren, das Tilray ermöglicht, die strategisch wertvollen Assets zu übernehmen und gleichzeitig den Großteil der alten Verbindlichkeiten zurückzulassen. Alle 38 übrigen BrewDog-Bars in Großbritannien wurden am Tag des Vollzugs geschlossen.
Die erworbenen Vermögenswerte sollen künftig einen Jahresumsatz von rund 200 Millionen Dollar und ein bereinigtes EBITDA von 6 bis 8 Millionen Dollar generieren. Ab dem Geschäftsjahr 2027 rechnet Tilray mit einem positiven Cashflow aus diesem Geschäft, sobald Integrations- und Effizienzmaßnahmen greifen.
Kapazitäten und Marktposition
Zu den übernommenen Assets zählen die Ellon-Brauerei und das nationale Distributionszentrum „The Hop Hub". BrewDog hält einen Marktanteil von 4 Prozent im britischen Lebensmitteleinzelhandel und kontrolliert fünf der acht führenden Craft-Bier-Marken des Landes, darunter Punk IPA, Elvis Juice und Hazy Jane.
Die Ellon-Brauerei läuft derzeit nur zu rund einem Drittel ihrer Kapazität – ein Vorteil für Tilray, das nun nicht nur eigene Marken wie Shock Top, Montauk und 10 Barrel in Europa einführen will, sondern auch Carlsberg-Marken in den USA produziert. Der Deal mit dem dänischen Brauriesen läuft über mindestens fünf Jahre.
Zahlen bleiben unter Druck
Tilray peilt mit den Übernahmen von BrewDog und Carlsberg eine globale Craft-Getränkeplattform mit einem Jahresumsatz von etwa 500 Millionen Dollar an. Die Gesamtumsätze sollen auf 1,2 Milliarden Dollar steigen.
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Tilray einen Rekordumsatz von 217,5 Millionen Dollar und übertraf damit die Analystenprognose von 210,39 Millionen Dollar. Der Nettoverlust verbesserte sich um 49 Prozent auf 43,5 Millionen Dollar. Das Unternehmen bekräftigte seine EBITDA-Prognose von 62 bis 72 Millionen Dollar für 2026.
An der Börse zeigt sich dennoch ein gemischtes Bild: Die Aktie bewegt sich in einer Spanne von 7,25 bis 7,43 Dollar. Der 7-Tages-Verlust beträgt 7,07 Prozent, während das Jahr-zu-Datum-Minus bei 24,28 Prozent liegt. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 3,51 bis 23,20 Dollar.
Weitere Deals in Verhandlung
Tilray verhandelt parallel über den Erwerb weiterer BrewDog-Assets in den USA und Australien. Ein Abschluss wird innerhalb von etwa 30 Tagen erwartet. Wegen der üblichen Lizenztransfer-Fristen rechnet das Unternehmen im vierten Quartal 2026 noch nicht mit nennenswerten EBITDA-Beiträgen aus dem BrewDog-Deal. Auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2027 könnte es zeitliche Verschiebungen bei den Brauereiberichtsumsätzen geben.
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