Tilray Brands Aktie: Zweiter BrewDog-Deal perfekt
Der Cannabis- und Getränkespezialist baut sein globales Imperium in hohem Tempo aus. Nur eine Woche nach der Übernahme des britischen BrewDog-Geschäfts hat das Unternehmen heute den Kauf der australischen Brauerei-Assets abgeschlossen. Welchen strategischen Zweck erfüllt diese schnelle Einkaufstour auf dem internationalen Biermarkt?
Sprungbrett für den asiatisch-pazifischen Raum
Mit dem heute vollzogenen Erwerb von BrewDog Australia sichert sich Tilray nicht nur eine Brauerei in Brisbane, sondern auch ein Netzwerk aus zwei eigenen und drei als Franchise geführten Bars. Anders als bei der britischen Transaktion in der Vorwoche bleiben hierbei alle Arbeitsplätze erhalten. Das Management plant, die australischen Standorte als Basis zu nutzen, um das eigene Getränkeportfolio gezielt in den asiatisch-pazifischen Markt – darunter Schlüsselländer wie Japan – einzuführen.
Harte Einschnitte im britischen Geschäft
Die Basis für die aktuelle Expansion legte Tilray bereits vergangene Woche mit dem 33 Millionen Pfund schweren Kauf der britischen BrewDog-Aktivitäten. Diese Übernahme bringt zwar geschätzte 200 Millionen US-Dollar an zusätzlichem Jahresumsatz, erforderte jedoch rigorose Maßnahmen: Die Schließung von 38 Bars und der Abbau von 484 Stellen zeigen deutlich, dass die Sanierung des defizitären Assets hohe Umstrukturierungskosten und eine strikte Kostenkontrolle verlangt. Bis zum Geschäftsjahr 2027 soll dieser Bereich einen positiven Cashflow sowie ein bereinigtes EBITDA von 6 bis 8 Millionen US-Dollar erzielen. Insgesamt peilt Tilray nun an, mit seiner gesamten Getränkesparte einen Jahresumsatz von rund 500 Millionen US-Dollar zu erreichen.
Solide Zahlen und neue Partnerschaften
Parallel zu den Zukäufen stärkt der Konzern, der mittlerweile der viertgrößte Craft-Bier-Brauer der USA ist, sein Kerngeschäft durch weitere Partnerschaften. Mitte Februar sicherte sich Tilray eine exklusive Lizenzvereinbarung mit Carlsberg, um ab Januar 2027 bekannte Biermarken des dänischen Brauriesen in den Vereinigten Staaten zu produzieren und zu vertreiben. Diese strategische Ausrichtung spiegelt sich auch in den jüngsten Bilanzen wider: Im zweiten Geschäftsquartal verzeichnete das Unternehmen einen Rekordumsatz von 217,5 Millionen US-Dollar und konnte den Nettoverlust im Jahresvergleich von 85,3 Millionen auf 43,5 Millionen US-Dollar nahezu halbieren.
Der Umbau vom reinen Cannabis-Produzenten zum breit aufgestellten Konsumgüterkonzern schreitet damit auf mehreren Kontinenten gleichzeitig voran. Der finanzielle Erfolg dieser Strategie wird sich nun maßgeblich daran messen lassen, wie effizient die Integration der globalen BrewDog-Infrastruktur verläuft und ob die avisierte Profitabilität im Geschäftsjahr 2027 durch die geplanten Kostensenkungen tatsächlich realisiert wird.
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