Tilray Aktie: BrewDog-Deal belastet
Der Cannabis- und Getränkekonzern sichert sich Teile der insolventen Kultbrauerei BrewDog für einen Bruchteil früherer Bewertungen. Doch die Anleger reagieren verschnupft auf den Deal. Während hunderte Jobs gestrichen werden und Kleinanleger leer ausgehen, stellt sich die Frage: Zahlt sich die aggressive Expansion langfristig aus?
Radikaler Schnitt im Vereinigten Königreich
Für lediglich 33 Millionen Pfund übernimmt das Unternehmen die Marke, das geistige Eigentum sowie die Brauereien und elf strategische Bar-Standorte im Vereinigten Königreich. Der Preis für die selektive Übernahme ist jedoch hoch: Da sich kein Käufer für das Gesamtunternehmen fand, wurden 38 Bars umgehend geschlossen. Dies führte zum sofortigen Verlust von 484 Arbeitsplätzen.
Lediglich 733 Stellen in den übernommenen Einheiten bleiben erhalten, während 18 separate Franchise-Standorte den Betrieb fortführen. Die Gewerkschaft Unite übte scharfe Kritik an der kurzfristigen Durchführung der Entlassungen. Besonders bitter endet das Kapitel für die rund 220.000 Kleinanleger der "Equity for Punks"-Crowdfunding-Kampagnen, die laut Insolvenzverwalter AlixPartners keinen finanziellen Rückfluss erhalten.
Marktreaktion und Finanzziele
Die Börse zeigte sich gestern wenig euphorisiert. Die Aktie verlor 3,2 Prozent und schloss bei 7,36 US-Dollar, bei einem unterdurchschnittlichen Handelsvolumen. Das Management räumte ein, dass die Akquisition kurzfristig nur begrenzt zum Ergebnis beitragen wird. Ab dem Geschäftsjahr 2027 soll die Integration jedoch einen jährlichen Nettoumsatz von 200 Millionen US-Dollar sowie ein EBITDA zwischen 6 und 8 Millionen US-Dollar liefern.
James Brown, ein ehemaliger Manager der Bar-Kette, wies darauf hin, dass viele der nun geschlossenen Standorte noch vor zwei Jahren wöchentliche Umsätze von über 60.000 Pfund generierten. Er führte den Niedergang primär auf gestiegene Betriebskosten und Abgaben zurück.
Blick nach vorn
Trotz des aktuellen Kursrückgangs liegt der Fokus nun auf der weiteren Expansion. Innerhalb der kommenden 30 Tage plant das Unternehmen separate Verhandlungen über die US- und australischen Vermögenswerte von BrewDog. Analysten halten derzeit mehrheitlich an ihrer "Hold"-Einstufung fest, sehen das Kursziel im Schnitt jedoch bei 13,33 US-Dollar. Entscheidend für die Anleger wird sein, ob die Integration der verbleibenden Standorte gelingt und die anstehenden Verhandlungen über das internationale Geschäft erfolgreich abgeschlossen werden können.
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