Nach einem beispiellosen Kursverfall von fast 98 Prozent seit dem letzten Rekordhoch formiert sich bei dem ESG-Softwareanbieter eine neue Ausgangslage. Während das Unternehmen durch Zukäufe und Millionen-Deals den operativen Umbau vorantreibt, ziehen sich die Leerverkäufer auffällig schnell zurück. Das schwindende Short-Interesse wirft ein neues Licht auf die stark gebeutelte Aktie.

Im Februar verzeichnete Diginex einen markanten Rückgang der leerverkauften Papiere. Die Zahl sank um über 18 Prozent auf rund 2,45 Millionen Stück. Aktuell sind damit nur noch 1,3 Prozent der ausstehenden Aktien short positioniert. Marktbeobachter werten diesen Rückzug als logische Konsequenz der bisherigen Kursentwicklung. Angesichts eines Preises von zuletzt 0,60 US-Dollar – ein Bruchteil des 52-Wochen-Hochs von knapp 40 US-Dollar – haben Bären den massiven Absturz weitgehend ausgereizt und realisieren nun Gewinne.

Radikaler Umbau im ersten Quartal

Operativ versucht das Management, den Weg aus dem Penny-Stock-Terrain freizumachen. Seit Jahresbeginn 2026 hat das Unternehmen sein Profil durch mehrere weitreichende Entscheidungen verändert:

  • PlanA-Übernahme: Für rund 55 Millionen Euro in bar und Aktien kaufte Diginex die Plattform, die bereits Konzerne wie BMW und Visa bedient.
  • Neues Management: Im Zuge des Zukaufs übernahm PlanA-Gründerin Lubomila Jordanova Ende Januar den CEO-Posten.
  • Resulticks-Deal: Ein neuer Reseller-Vertrag für KI-gestützte Kundenbindung zielt auf 40 Millionen US-Dollar Umsatz über die nächsten vier Jahre ab.

Skepsis trifft auf Regulierung

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Trotz dieses hohen Tempos bei der Neuausrichtung bleibt der Markt äußerst misstrauisch. Die jüngsten Quartalszahlen lieferten mit einem Umsatz von lediglich 1,02 Millionen US-Dollar und einem Verlust je Aktie kaum Argumente für eine schnelle fundamentale Wende. Das erklärt auch, warum die jüngsten strategischen Ankündigungen den Aktienkurs bisher nicht nachhaltig stützen konnten.

Positive Impulse könnten mittelfristig von der Regulierungsseite kommen. Die britische Finanzaufsicht FCA plant bis 2027 strengere, internationale Nachhaltigkeitsstandards, während in den Vereinigten Arabischen Emiraten bis Ende Mai 2026 neue Klimagesetze anstehen. Beide Entwicklungen vergrößern den adressierbaren Kernmarkt des RegTech-Anbieters unmittelbar.

Die operative Umsetzung hängt nun stark von der weiteren Kapitalbeschaffung ab. Der finale Abschluss des Resulticks-Deals erfordert noch die Sicherung einer nicht-verwässernden Fremdfinanzierung. Gelingt dem neuen Management um Lubomila Jordanova dieser Schritt, liefert der aktuelle Rückzug der Leerverkäufer das charttechnische Fundament für eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Bis zur Klärung der Finanzierungsfrage agiert das Papier weiterhin als hochvolatiles Restrukturierungs-Play.

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