ThyssenKrupp Nucera setzt ein deutliches Zeichen im globalen Wasserstoffmarkt. Mit neuen Großprojekten in Spanien und Indien untermauert das Unternehmen seine operative Dynamik und hebt die Prognose für den Auftragseingang spürbar an. Damit reagieren die Dortmunder auf den jüngsten Gegenwind durch gestiegene Projektkosten und technische Optimierungen.

Globale Großprojekte treiben Neugeschäft

In Spanien sicherte sich der Elektrolyse-Spezialist einen Auftrag für ein 300-Megawatt-Projekt in La Rábida. Das Vorhaben ist Teil des „Andalusian Green Hydrogen Valley“, das die Industrie und den Schwerlastverkehr der Region dekarbonisieren soll. Das Volumen bewegt sich im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Ein Großteil dieses Auftragseingangs wird im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 erwartet.

Parallel dazu expandiert das Unternehmen in Indien. Ein dortiger Entwicklungsauftrag über 260 Megawatt zielt auf die Produktion von grünem Ammoniak ab, das für den Export nach Europa bestimmt ist. Diese Projekte festigen die Position des Unternehmens beim Aufbau der weltweiten Wasserstoff-Infrastruktur, wobei ThyssenKrupp Nucera bereits auf eine installierte Kapazität von über zehn Gigawatt verweist.

Prognose für Auftragseingang angehoben

Die Erfolge im Neugeschäft führen zu einer Anpassung der Jahresziele. Die Untergrenze für den erwarteten Auftragseingang im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 steigt deutlich von 350 Millionen auf 550 Millionen Euro. Der gesamte Zielkorridor reicht nun bis zu 850 Millionen Euro. Diese Anhebung signalisiert eine gefüllte Projekt-Pipeline und Vertrauen in die kommenden Abschlüsse.

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Operative Hürden belasten Ergebnis

Trotz der positiven Auftragsentwicklung bleibt die finanzielle Lage herausfordernd. Erst Mitte März musste das Management die Umsatz- und EBIT-Prognose senken. Grund dafür sind unerwartet hohe Aufwendungen im Segment für grünen Wasserstoff, da bereits ausgelieferte Module vor der endgültigen Inbetriebnahme optimiert werden mussten.

An der Börse zeigt sich ein gemischtes Bild: Während die Aktie am Dienstag noch deutlich zulegen konnte, notiert sie am heutigen Donnerstag bei 8,37 Euro. Dies entspricht einem Tagesverlust von rund vier Prozent. Damit bleibt der Titel mit einem Minus von etwa 10 Prozent auf Jahressicht unter Druck.

Sicherheit bietet weiterhin das etablierte Chlor-Alkali-Geschäft, das zuverlässige Cashflows generiert und den finanziellen Spielraum für die Expansion im Wasserstoffbereich stützt. Die Realisierung der neuen Großaufträge im zweiten Halbjahr 2025/26 wird entscheidend dafür sein, ob das Unternehmen die operativen Mehrkosten auffangen kann.

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