Die Schere zwischen operativer Entwicklung und Kursentwicklung bei Take-Two könnte kaum größer sein. Während das Unternehmen im dritten Quartal des Fiskaljahres 2026 ein Netto-Buchungswachstum von 28 Prozent auf 1,76 Milliarden Dollar meldete, notiert die Aktie auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr.

Branchenangst drückt den Kurs

Auslöser des jüngsten Kursrückgangs war kein eigenes Versagen, sondern ein Schock aus der Nachbarschaft: Epic Games kündigte den Abbau von mehr als 1.000 Stellen an, nachdem das Engagement rund um Fortnite spürbar nachgelassen hatte. Das Unternehmen räumte ein, deutlich mehr auszugeben als einzunehmen. Die Nachricht ließ die gesamte Branche nicht kalt — Take-Two verlor in der Folge rund vier Prozent an einem einzigen Handelstag.

Hinzu kommt ein wenig inspirierendes Marktumfeld: Im Februar 2026 stiegen die Spieleausgaben in den USA um gerade einmal ein Prozent auf 4,56 Milliarden Dollar. Die Verkäufe von Spielinhalten stagnierten dabei vollständig — das Wachstum kam fast ausschließlich aus Abonnements, einem Segment, das vor allem Plattformbetreibern zugutekommt.

Starke Fundamentaldaten, schwacher Kurs

Die operativen Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Take-Two hob nach dem starken dritten Quartal die Jahresprognose für Netto-Buchungen auf 6,65 bis 6,70 Milliarden Dollar an — ein Wachstum von rund 18 Prozent. Der operative Cashflow-Ausblick wurde auf 450 Millionen Dollar erhöht. 26 von 28 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 276,81 Dollar.

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Gemessen daran wirkt der aktuelle Kurs von rund 166 Euro — rund 17 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts — wie eine erhebliche Unterbewertung. Allerdings fehlt dem Markt derzeit ein kurzfristiger Impuls, der diese Lücke schließen könnte.

GTA VI als entscheidende Variable

Der mit Abstand wichtigste Kurstreiber bleibt Grand Theft Auto VI, das für November 2026 geplant ist. Circana verzeichnet für den Titel die höchste je gemessene Kaufabsicht in der Tracking-Geschichte — ein Wert, der Erwartungen an Hardware-, Zubehör- und Abonnementumsätze gleichermaßen befeuert. Das Marktforschungsunternehmen prognostiziert für die US-Spielebranche 2026 ein Gesamtwachstum von drei Prozent auf 62,8 Milliarden Dollar, maßgeblich getragen von diesem Titel.

Bis dahin bleibt die Aktie anfällig für Stimmungsschwankungen im Sektor. Am 14. Mai legt Take-Two seinen nächsten Quartalsbericht vor — dann dürfte es erste konkrete Hinweise geben, ob der November-Launch auf Kurs liegt.

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