Thyssenkrupp Aktie: Unverhoffte Rückschläge!
Die Thyssenkrupp-Aktie verliert aktuell spürbar an Boden – trotz gleichzeitig laufender strategischer Weichenstellungen. Während der Konzern an mehreren Fronten umbaut, zeigt sich an der Börse wenig Euphorie. Der Grund: Zu viele offene Baustellen auf einmal, zu wenig sichtbare Fortschritte.
Der Titel handelt bei 9,40 Euro und damit deutlich unter dem Oktober-Hoch von 13,24 Euro. Allein in den letzten sieben Tagen summiert sich das Minus auf über zehn Prozent.
Handelssparte als Prüfstein
Bei Materials Services läuft die Uhr. Bis Ende März muss die Sparte operative Verbesserungen liefern – eine Bedingung, die über das Tempo der geplanten Verselbstständigung entscheidet. Im Raum stehen drei Optionen: Abspaltung, Börsengang oder Verkauf. Ein IPO wäre Insidern zufolge bereits im Herbst möglich.
Die Sparte erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro bei einem bereinigten EBIT von 132 Millionen Euro. Ob diese Zahlen ausreichen, um Investoren zu überzeugen, hängt maßgeblich von der Entwicklung im laufenden Quartal ab.
Zusätzlich prüft Thyssenkrupp eine Umwandlung in eine KGaA – ein Konstrukt, das bei späteren Anteilsverkäufen mehr Kontrolle sichern könnte.
Stahl-Deal und HKM-Verkauf im Fokus
Parallel laufen vertrauliche Gespräche mit Jindal Steel International über einen möglichen Verkauf von Thyssenkrupp Steel Europe. Die Due-Diligence-Prüfung läuft auf Hochtouren. Gleichzeitig sollen die Anteile an den Hüttenwerken Krupp Mannesmann zum 1. Juni 2026 an Salzgitter übergehen – ein weiterer Baustein der Stahl-Neuausrichtung.
Dass die Stahlsparte operativ noch liefert, zeigt ein neuer Liefervertrag mit BMW für den iX3 ab 2026. Allerdings belasten weiterhin hohe Restrukturierungskosten: Allein im ersten Quartal 2025/26 schlugen 401 Millionen Euro zu Buche, was unter dem Strich zu einem Nettoverlust von 334 Millionen Euro führte.
TKMS als Stabilitätsanker
Die Marinesparte TKMS ist seit Oktober 2025 eigenständig an der Börse notiert, Thyssenkrupp hält 51 Prozent. Mit einem Auftragsbestand von 18,7 Milliarden Euro zum Jahresende 2025 bildet die Rüstungstochter einen soliden Anker im Portfolio.
Was bis Mai passieren muss
Der Halbjahresbericht am 12. Mai wird zeigen, ob die Transformation Fahrt aufnimmt. Entscheidend sind drei Faktoren: Erstens, ob die Verhandlungen mit Jindal zum Abschluss kommen. Zweitens, ob Materials Services die operative Wende schafft. Drittens, ob der HKM-Verkauf planmäßig über die Bühne geht. Gelingt das Trio, könnte die Aktie Rückenwind bekommen. Stockt es, dürfte der Druck zunehmen.
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