Deutsche Telekom Aktie: Starlink-Plan
Die Deutsche Telekom spannt auf dem Mobile World Congress in Barcelona einen großen technologischen Bogen: Satellit plus Mobilfunk. Gleichzeitig liefert der Konzern starke Zahlen für 2025 – und legt für 2026 konkrete Ziele nach. Doch wie viel Relevanz hat der Starlink-Deal kurzfristig für die Aktie?
Starlink in zehn Ländern – Start ab 2028
Kern der Ankündigung ist eine Partnerschaft mit SpaceX: Starlink soll gemeinsam mit der Deutschen Telekom eine satellitengestützte Mobilfunk-Dienstleistung in zehn europäischen Ländern an den Start bringen. Geplant ist der Start Anfang 2028, unter anderem in Deutschland, Österreich, Polen, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Griechenland, Kroatien, Montenegro und Nordmazedonien.
Die Telekom will damit Versorgungslücken schließen, in denen terrestrische Netze an Grenzen stoßen – etwa wegen Topographie oder Vorgaben im Naturschutz. Gleichzeitig soll der Ansatz die Resilienz in Notsituationen erhöhen. Wichtig: Starlink positioniert sein Direct-to-Device-Angebot („Starlink Mobile“) ausdrücklich als Ergänzung zu 5G, nicht als Ersatz. Grundlage ist die Starlink-V2-Technologie; als Ziel werden Download-Geschwindigkeiten von bis zu 150 Mbit/s genannt.
Jahreszahlen 2025: Guidance übertroffen
Parallel zum Technik-Thema untermauert der Konzern die Story operativ: Für 2025 meldet die Deutsche Telekom Werte über der eigenen Planung. Der Umsatz stieg organisch um 4,2% auf 119,1 Mrd. Euro, das bereinigte EBITDA AL legte organisch um 4,7% auf 44,2 Mrd. Euro zu. Der Free Cashflow – zentral für Ausschüttungen – lag mit 20,2 Mrd. Euro ebenfalls über der Planung.
Der wichtigste Treiber bleibt T-Mobile US: Die Service-Umsätze stiegen 2025 um 7,8% auf 71,3 Mrd. US-Dollar. Dazu kamen 7,8 Millionen neue Postpaid-Verträge. Außerdem erhöhte die Telekom ihren Anteil an der US-Tochter im Februar 2026 auf 52,8%, wodurch Cashflows aus den USA künftig stärker beim Konzern ankommen.
In Deutschland zeigte sich ein gemischtes Bild. Der Umsatz sank leicht um 0,4% auf 25,6 Mrd. Euro (unter anderem wegen geringerer Geräteverkäufe). Der Service-Umsatz wuchs organisch um 1,1%, das bereinigte operative Ergebnis stieg um 1,7% auf 10,7 Mrd. Euro. Beim Glasfaser-Ausbau meldet der Konzern 2,5 Mio. neue Anschlüsse in 2025; insgesamt seien 12,6 Mio. Haushalte erreichbar, das Ziel bis 2030 liegt bei mindestens 25 Mio. Zudem wurde die Marke von 2 Mio. FTTH-Kunden überschritten.
KI am MWC, Dividende und Ziele für 2026
Auf dem MWC (2. bis 5. März) stellt die Telekom ihre KI-Pläne unter das Motto „Magenta AI at Scale. Human at Heart“. Als Weltpremiere nennt der Konzern den „Magenta AI Call Assistant“, der direkt im laufenden Gespräch arbeitet – ohne separate App oder zusätzliche Hardware. Die Umsetzung erfolgt mit ElevenLabs; laut Telekom gilt: Nur bei expliziter Aktivierung durch den Kunden, ohne Aktivierung werden keine Gesprächsdaten gespeichert oder analysiert.
Finanziell setzt der Konzern ebenfalls Akzente: Für 2025 soll eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vorgeschlagen werden (+11% zum Vorjahr). Zusätzlich ist für 2026 ein Aktienrückkaufprogramm bis zu 2 Mrd. US-Dollar geplant. Für 2026 erwartet das Management ein bereinigtes EBITDA AL von rund 47,4 Mrd. Euro, einen Free Cashflow AL von etwa 19,8 Mrd. Euro sowie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von rund 2,20 Euro (währungsbereinigt etwa +10%).
Am Markt kommt die Nachrichtenmischung heute zunächst verhalten an: Die Aktie liegt bei 32,41 Euro und damit 2,20% im Minus. Trotz der Tagesdelle steht über 30 Tage weiterhin ein Plus von 12,34% – der Titel liegt zudem knapp 10% über dem 50-Tage-Durchschnitt, was eine Konsolidierung nach dem Lauf erklärbarer macht.
Konkret terminiert ist der nächste Blick nach vorn: Am 1. April 2026 findet die Hauptversammlung statt, am 13. Mai 2026 folgen die Q1-Zahlen.
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