Thyssenkrupp Aktie: Durchbruch naht
Jindal Steel und Thyssenkrupp stehen offenbar vor einer Einigung beim Verkauf der Stahlsparte. Der Schlüssel zum Deal: Ein stufenweiser Übergang, der das jahrelang blockierende Pensionsproblem entschärft. Die Börse reagiert mit einem deutlichen Kurssprung über die 10-Euro-Marke.
Gestaffelter Verkauf als Kompromiss
Die Verhandlungsführer haben einen Ausweg aus der Sackgasse gefunden. Statt eines sofortigen Komplettverkaufs soll Jindal Steel zunächst 60 Prozent an Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) übernehmen. Die restlichen 40 Prozent bleiben vorerst beim Essener Konzern und werden erst später übertragen – gekoppelt an konkrete Restrukturierungsziele.
Die wichtigsten Eckpunkte:
- Erster Schritt: 60 Prozent an Jindal Steel
- Zweiter Schritt: Übertragung der verbleibenden 40 Prozent nach Meilenstein-Erreichung
- Pensionsverpflichtungen von 2,5 Milliarden Euro werden zeitlich gestreckt
- Januarbesuch einer Jindal-Delegation im Duisburger Werk zur technischen Prüfung geplant
Lösung für die Altlasten
Das Modell entschärft das zentrale Problem: Die Pensionsverpflichtungen von rund 2,5 Milliarden Euro galten bislang als unüberwindbare Hürde. Durch die gestaffelte Struktur lassen sich diese Verbindlichkeiten so aufteilen, dass der Käufer nicht sofort überfordert wird. Was monatelang als "Dealbreaker" galt, verliert damit seinen Schrecken.
Kurs bricht nach oben aus
Der Markt honoriert die Fortschritte umgehend. Die Aktie notiert am Donnerstagvormittag bei 10,18 Euro und liegt damit rund 5 Prozent im Plus. Das deutlich erhöhte Handelsvolumen deutet auf Käufe institutioneller Investoren hin. Der anstehende Werksbesuch der indischen Delegation unterstreicht, dass beide Seiten es ernst meinen.
Nach dem schwierigen Start ins Jahr – Anfang Januar markierte das Papier noch bei 3,86 Euro sein 52-Wochen-Tief – hat sich das Blatt gewendet. Binnen zwölf Monaten steht ein Plus von 165 Prozent zu Buche.
Gelingt der Deal zu den kolportierten Bedingungen, wäre die größte Hypothek für die Konzernbilanz vom Tisch. Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob aus den Verhandlungsfortschritten tatsächlich Vertragsunterschriften werden.
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