Thyssenkrupp Aktie: Doppelter Vertrauensbeweis
Während der Aktienkurs auf Wochensicht um knapp 7 % korrigierte, erhält die Sanierungsstrategie des Essener Industriekonzerns prominente Bestätigung von der Kundenseite und vom Kapitalmarkt. Sowohl ein führender Automobilhersteller als auch einer der größten Staatsfonds der Welt setzen verstärkt auf Thyssenkrupp. Doch reicht dieser Rückenwind aus, um die charttechnische Konsolidierung zu beenden?
BMW setzt auf grünen Stahl
Ein entscheidendes Signal für die Zukunftsfähigkeit der Stahlsparte kommt aus München. Thyssenkrupp Steel hat eine strategische Liefervereinbarung mit der BMW Group geschlossen. Ab diesem Jahr wird der Konzern den CO₂-reduzierten Stahl der Marke „bluemint“ für die Serienproduktion des BMW iX3 liefern.
Diese Kooperation ist weit mehr als ein gewöhnlicher Liefervertrag. Sie beweist, dass die Automobilindustrie bereit ist, den Transformationspfad hin zu klimafreundlichen Werkstoffen mitzugehen und die entsprechenden Produkte abzunehmen. Für Thyssenkrupp ist dies ein wichtiger Schritt, um die hohen Investitionen in die grüne Transformation durch gesicherte Absatzmärkte zu rechtfertigen.
Norwegen baut Position aus
Parallel zu den operativen Fortschritten gab es eine signifikante Verschiebung in der Aktionärsstruktur. Der norwegische Staatsfonds, verwaltet durch die Norges Bank, hat seinen direkten Stimmrechtsanteil auf 3,01 % erhöht und damit die meldepflichtige Schwelle überschritten. Inklusive weiterer Finanzinstrumente kontrollieren die Norweger nun 3,25 % der Anteile.
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Der Einstieg oder Ausbau durch einen derart gewichtigen, langfristig orientierten Investor wird von Marktbeobachtern oft als Qualitätsmerkmal gewertet. Es deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger trotz der aktuellen Volatilität Substanz und Potenzial in der laufenden Neuausrichtung sehen.
Umbau zeigt Wirkung
Diese Vertrauensbeweise treffen auf eine gemischte finanzielle Lage. Zwar drückten hohe Restrukturierungskosten das Konzernergebnis zuletzt unter den Strich, doch das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) stieg an. Dies signalisiert, dass die Effizienzprogramme greifen. Zudem sorgen Berichte über einen möglichen Börsengang oder eine Abspaltung der Sparte Materials Services weiterhin für Fantasie im Markt.
Mit einem aktuellen Kurs von 10,57 Euro notiert die Aktie rund 20 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Oktober. Die Kombination aus dem BMW-Deal und dem Einstieg der Norweger liefert fundamentale Argumente, die den Boden für eine Stabilisierung bereiten könnten, sofern das Management die Pläne für Materials Services in den kommenden Monaten konkretisiert.
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