Die Transformation des Industriekonzerns hin zu grünen Technologien nimmt weiter Gestalt an, doch die Börse reagiert heute verhalten. Während die Wasserstoff-Tochter nucera die erfolgreiche Fertigstellung eines Großprojekts in Asien meldet, gibt der Aktienkurs von Thyssenkrupp nach. Investoren wägen ab: Reicht der operative Fortschritt, um den jüngsten Aufwärtstrend fundamental zu untermauern?

Großprojekt in Thailand abgeschlossen

Im Zentrum der aktuellen Entwicklung steht die Tochtergesellschaft Thyssenkrupp nucera. Das Unternehmen hat die Inbetriebnahme einer erweiterten Chlor-Alkali-Anlage für den Kunden AGC Vinythai im thailändischen Map Ta Phut erfolgreich abgeschlossen. Für nucera markiert dies einen der bislang umfangreichsten Aufträge für die eigene e-BiTAC-Elektrolysetechnologie.

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Das Projekt besitzt nicht nur technologische Relevanz, sondern bedient auch eine konkrete Marktnachfrage. Mit der Kapazitätserweiterung reagiert der Kunde auf den steigenden Bedarf an Natronlauge und PVC im südostasiatischen Raum. Für Thyssenkrupp ist dieser Abschluss der Beweis, dass die Technologie auch im industriellen Großmaßstab zuverlässig implementiert werden kann.

Strategische Bedeutung für den Gesamtkonzern

Die Nachricht unterstreicht die Rolle von nucera als zentralem Baustein in der Neuausrichtung des Essener Traditionskonzerns. Die Abkehr vom reinen Stahlgeschäft hin zu Anlagenbau und grüner Chemie ist der Kern der langfristigen Strategie. Erfolgreiche Inbetriebnahmen in Wachstumsmärkten wie Thailand sind essenziell, um das Vertrauen in diese Transformation zu festigen und die technologische Wettbewerbsfähigkeit global zu beweisen.

Kursentwicklung und Marktlage

Trotz der positiven operativen Nachrichten tut sich die Aktie im heutigen Handel schwer. Der Kurs gab um 2,28 Prozent auf 10,52 Euro nach. Marktbeobachter sehen hierbei auch technische Faktoren am Werk: Mit einem RSI von 68,2 notierte das Papier zuletzt im Grenzbereich zur Überkauft-Zone, was Gewinnmitnahmen begünstigt haben dürfte.

Dennoch bleibt das übergeordnete Bild positiv. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 8,72 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 13,24 Euro beträgt aktuell rund 20 Prozent, während die Aktie deutlich über dem Tief von 7,52 Euro notiert. Die operative Lieferfähigkeit der Tochter nucera ist ein wichtiges Fundament, um diesen Abstand zum Jahreshoch mittelfristig wieder zu verringern.

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