The Trade Desk Aktie: Abstauberlimit erreicht?
70 Prozent Wertverlust innerhalb eines Jahres – die Aktie von The Trade Desk hat Anleger 2025 brutal enttäuscht. Der Programmatic-Advertising-Spezialist notiert wieder auf dem Niveau von 2020, obwohl sich der Umsatz seitdem mehr als verdreifacht hat. Während 36 Analysten im Schnitt noch deutliches Aufwärtspotenzial sehen, fragen sich Investoren: Ist der Ausverkauf übertrieben oder spiegelt er reale Risiken?
Starke Zahlen, enttäuschender Ausblick
Im dritten Quartal 2025 übertraf The Trade Desk die Erwartungen. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,45 US-Dollar und damit einen Cent über der Konsensschätzung. Der Umsatz erreichte 739,43 Millionen US-Dollar – ein Plus von 17,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich über den erwarteten 719,11 Millionen US-Dollar. Die bereinigte EBITDA-Marge weitete sich auf 43 Prozent aus, die Kundenbindungsrate blieb wie in den vergangenen zehn Jahren über 95 Prozent.
Doch genau hier beginnt das Problem: Die Prognose für das vierte Quartal enttäuschte. Mit einem angepeilten Umsatzwachstum von nur 13 Prozent bleibt The Trade Desk deutlich hinter Wettbewerbern wie Meta zurück, die ein Wachstum von 22 Prozent meldeten. Besonders Amazons expandierendes Programmatic-Advertising-Geschäft setzt das Unternehmen unter Druck.
Analysten bleiben moderat optimistisch
Von 36 Analysten empfehlen 21 die Aktie zum Kauf, 12 raten zum Halten, drei zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 77,19 US-Dollar – deutlich über dem aktuellen Handelsniveau um 40 US-Dollar.
Jüngste Anpassungen:
- Truist Financial senkte das Kursziel von 100 auf 85 US-Dollar (Kaufempfehlung)
- HSBC bestätigte die Halte-Einstufung mit Kursziel 56 US-Dollar
- Zacks Research stufte von „Strong Sell" auf „Hold" hoch
Die Bewertung hat sich massiv korrigiert: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis fiel von über 200 im Vorjahr auf aktuell 46. Historisch gesehen der niedrigste Wert seit Jahren – doch gemessen an traditionellen Maßstäben noch immer ambitioniert.
Management setzt auf Aktienrückkäufe
Im dritten Quartal kaufte The Trade Desk eigene Aktien im Wert von 310 Millionen US-Dollar zurück und übertraf damit sogar den operativen Cashflow des Zeitraums. Im November genehmigte der Vorstand ein zusätzliches Rückkaufprogramm über 500 Millionen US-Dollar – etwa 2,1 Prozent der ausstehenden Aktien.
Parallel dazu stärkt das Unternehmen seine Partnerschaften: Die Integration von Intuit im November 2025 ermöglicht Werbetreibenden den datenschutzkonformen Zugang zu Millionen verifizierter Entscheidungsträger aus dem US-Mittelstand. ARK Invest nutzte die Gelegenheit und stockte nach dieser Ankündigung deutlich auf.
Technische Unterstützung wird getestet
Die Aktie notiert nahe der langfristigen Unterstützungszone bei 38 bis 40 US-Dollar, die in der Vergangenheit mehrfach gehalten hat. Der RSI hat den stark überverkauften Bereich verlassen, während der MACD eine mögliche Trendwende andeutet. Institutionelle Investoren halten 67,77 Prozent der Anteile, die Vanguard Group allein rund 44,6 Millionen Aktien.
Die Kombination aus aggressiven Rückkäufen, strategischen Partnerschaften und niedriger Bewertung könnte mittelfristig Kursstabilisierung bringen – vorausgesetzt, das Unternehmen kann im Wettbewerb mit den großen Plattformen Schritt halten.
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