The Trade Desk hat seine Anleger schwer enttäuscht. Eine schwache Prognose im Bericht zum vierten Quartal löste einen heftigen Kursrutsch aus und zementierte den langfristigen Abwärtstrend. Während das Unternehmen mit makroökonomischem Gegenwind kämpft, stellt sich angesichts stabiler Margen die Frage: Bieten die fundamentalen Daten einen Boden oder geht der Ausverkauf weiter?

Bewertungskorrektur und Management-Wechsel

Der Werbetechnologie-Spezialist steht unter enormem Druck. Nach dem enttäuschenden Ausblick brachen die Aktien um über 16 Prozent ein. Damit summieren sich die Verluste vom Allzeithoch mittlerweile auf über 70 Prozent. Verantwortlich für die Talfahrt ist eine Mischung aus sinkendem Wachstum und einer allgemeinen Bewertungskorrektur am Markt.

Marktbeobachter verweisen zudem auf makroökonomische Herausforderungen, die das Geschäftsmodell belasten. Hinzu kommen ein verschärfter Wettbewerb in der Branche sowie jüngste personelle Wechsel im Management, die die Unsicherheit bezüglich der kurzfristigen operativen Umsetzung erhöhen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei The Trade Desk?

Starke Margen trotz Krise

Trotz der düsteren Kursentwicklung bleiben die Kerndaten zur Profitabilität robust. The Trade Desk meldete für das vierte Quartal eine bereinigte EBITDA-Marge von 47 Prozent. Laut Unternehmensführung verbessern sich die Margen weiter, was in dem volatilen Umfeld für eine gewisse Stabilität sorgt. Parallel dazu führt das Unternehmen Aktienrückkäufe durch, die angesichts der gefallenen Bewertung zunehmend ins Gewicht fallen.

Operativ bleibt das Segment Connected TV (CTV) der wichtigste und am schnellsten wachsende Kanal der Plattform. Ein massives, bisher kaum genutztes Potenzial liegt zudem im internationalen Geschäft. Während Auslandsmärkte rund 60 Prozent der globalen Möglichkeiten ausmachen, erwirtschaftet The Trade Desk dort aktuell nur 12 Prozent seiner Umsätze.

Tech-Sektor unter Druck

Der Absturz der Aktie korreliert mit einer breiteren Schwäche im US-Technologie-Sektor. Sorgen über zu hohe Bewertungen führten zuletzt zu Gewinnmitnahmen, wobei der Nasdaq Composite deutlich nachgab. Analysten diskutieren in diesem Zusammenhang bereits Risiken einer Überhitzung bei Premium-Tech-Werten. Während US-Indizes seit Jahresbeginn kaum vorankommen, zeigen internationale Märkte relative Stärke.

Die Diskrepanz zwischen der hohen operativen Profitabilität und der extremen Kursschwäche definiert die aktuelle Lage bei The Trade Desk. Mit einem aktuellen Kurs von 20,16 Euro notiert die Aktie exakt auf dem 52-Wochen-Tief. Ob die internationale Expansion und das starke CTV-Geschäft ausreichen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, hängt nun maßgeblich von der Stabilisierung des Wachstums in den kommenden Quartalen ab.

The Trade Desk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue The Trade Desk-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:

Die neusten The Trade Desk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für The Trade Desk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

The Trade Desk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...