The Trade Desk Aktie: Träume geplatzt?
Trade Desk liefert eigentlich solide Ergebnisse ab – und trotzdem bleibt bei Anlegern vor allem ein ungutes Gefühl hängen. Denn der Blick nach vorn fällt verhaltener aus als erhofft, dazu kommt Unruhe im Management. Kann das Unternehmen damit die eigene Wachstumsstory überzeugend fortschreiben?
Solide Zahlen – aber das Wachstum bremst
Im Gesamtjahr 2025 steigerte Trade Desk den Umsatz auf 2,896 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 18% gegenüber 2024. Im vierten Quartal fiel das Wachstum aber weiter zurück: Der Umsatz stieg „nur“ noch um 14% auf 847 Mio. US-Dollar. Genau diese Abkühlung hatte zuvor bereits Zweifel genährt.
Beim Ergebnis konnte das Unternehmen hingegen punkten. Das Non-GAAP-Ergebnis je Aktie lag im vierten Quartal bei 0,59 US-Dollar und damit klar über den Erwartungen (0,50 US-Dollar). Auch die Profitabilität blieb stabil: Die Adjusted-EBITDA-Marge lag 2025 wie im Vorjahr bei 41%, im vierten Quartal bei 47%.
Der Ausblick verdirbt die Stimmung
Entscheidend für die Marktreaktion war nicht das abgelaufene Quartal, sondern die Prognose für das erste Quartal 2026. Trade Desk rechnet mit einem Umsatz von mindestens 678 Mio. US-Dollar und einem Adjusted EBITDA von rund 195 Mio. US-Dollar. Das entspricht laut Unternehmen etwa 10% Umsatzwachstum – und damit rund 2 Prozentpunkte weniger als vom Markt erwartet.
Als Hauptgründe nennt CEO Jeff Green ein schwierigeres Umfeld in zwei wichtigen Kundensektoren: Konsumgüter (CPG) und Automobil. Diese Bereiche stehen demnach weiter unter Druck durch Kosteninflation und eine vorsichtigere Konsumentenstimmung. Zusammen machen sie laut Management etwa 25% des Geschäfts aus – entsprechend stark wirkt sich Schwäche dort auf den Ausblick aus.
Führungswechsel und Wettbewerb als Zusatzrisiko
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Zusätzlich sorgt der Chefetagen-Faktor für Nervosität. Die Telefonkonferenz zu den Zahlen führte ein Interim-CFO: Tahnil Davis übernahm die Rolle am 24. Januar, nachdem sein Vorgänger Alex Kayyal nach nur fünf Monaten ausschied. Davis ist bereits der dritte CFO in weniger als einem Jahr, nach dem Abgang von Laura Schenkein im August 2025. Analysten werten die Häufung der Wechsel als Belastungsfaktor für das Vertrauen.
Auch von der Analystenseite kam Gegenwind: Cantor Fitzgerald, Scotiabank und Wells Fargo senkten ihre Kursziele und verwiesen auf schwächere Prognosen, Margendruck und Branchentrends. BMO Capital reduzierte das Kursziel auf 55 US-Dollar, blieb aber bei „Outperform“ und verwies auf Sorgen rund um Werbebudgets. DA Davidson sieht zudem wachsenden Konkurrenzdruck – unter anderem durch Amazon – betont aber Chancen im Jahresverlauf durch leichtere Vergleichszahlen sowie Potenzial in Connected TV und programmatischer Werbung im „Open Internet“.
Strategie: Ventura und Connected TV
Mitten in der Unsicherheit treibt Trade Desk die Produktstrategie weiter. Am 24. Februar startete das Ventura Ecosystem, zunächst mit V und Nexxen als ersten Connected-TV-Partnern. Dahinter steckt der Versuch, die Rolle im Connected-TV-Markt zu vertiefen – also in einem Bereich, den das Unternehmen als zentralen Wachstumstreiber sieht, während Werbekunden ihre Budgets neu sortieren und große Plattformen den Ton verschärfen.
Was jetzt den Ton angibt
Auch an der Börse ist der Druck sichtbar: Am Freitag schloss die Aktie bei 20,16 Euro und markierte damit zugleich ihr 52‑Wochen-Tief. Entscheidend für die nächsten Monate wird sein, ob sich die Schwäche in Auto und Konsumgütern tatsächlich stabilisiert und Trade Desk parallel im Connected-TV-Umfeld mit Ventura spürbar an Relevanz gewinnt – denn genau dort liegen laut Unternehmen die größten Hebel für die nächste Wachstumsphase.
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