Tesla Aktie: Berlin unter Druck
Bei Tesla in Europa kommt gerade vieles gleichzeitig zusammen: ein schwelender Arbeitskonflikt in Grünheide und ein zunehmend schwieriges Marktumfeld. Ausgerechnet jetzt knüpft Elon Musk mögliche Zukunftsprojekte in Deutschland an eine klare Bedingung. Was steckt hinter der harten Linie – und warum ist der Zeitpunkt so heikel?
Arbeitskonflikt spitzt sich zu
Heute, am 27. Februar 2026, warnte Musk die Beschäftigten in der Giga Berlin laut Business Insider, dass künftige Werksausbauten „streng konditional“ seien. Konkret: Ob künftig Batteriezellen, das geplante Cybercab und der Optimus-Roboter in Deutschland gefertigt werden, hänge davon ab, dass keine „externen Organisationen“ die Kontrolle über das Werk erlangen.
Der Hintergrund ist der Machtkampf rund um die anstehenden Betriebsratswahlen in der kommenden Woche. Die Gewerkschaft IG Metall versucht, ihren Einfluss in Teslas einziger europäischer Gigafactory auszubauen. Inzwischen ist der Streit auf juristischer Ebene angekommen: Das Management soll Strafanzeige gegen IG-Metall-Vertreter eingereicht haben. Die Gewerkschaft konterte umgehend mit einer Verleumdungsklage.
Schwache Auslieferungen treffen auf neue Konkurrenz
Brisant wird der Konflikt auch deshalb, weil Teslas Europa-Geschäft ohnehin Gegenwind hat. Im Gesamtjahr 2025 sanken die Auslieferungen in Europa laut Bericht um rund 28%. Und der Fehlstart ins neue Jahr verstärkte den Trend: Im Januar 2026 registrierte Tesla europaweit 8.075 Fahrzeuge – ein Minus von 17% gegenüber dem Vorjahresmonat.
Gleichzeitig zieht die Konkurrenz an. Der chinesische Hersteller BYD kam im selben Zeitraum auf 18.242 Registrierungen – also mehr als doppelt so viele. In dieser Lage wirkt ein interner Streit wie Sand im Getriebe: Er erhöht die Unsicherheit rund um Produktion, Expansion und das Tempo, mit dem Tesla in Europa wieder Boden gutmachen kann.
Strategiewechsel: Weg von S und X, hin zu Robotik und FSD
Parallel laufen strategische Weichenstellungen. Tesla kündigte das Ende der Produktion von Model S und Model X an – ausgerechnet jener Premium-Modelle, die lange als Aushängeschild galten, deren Verkäufe 2025 aber deutlich einbrachen. Der Fokus verschiebt sich stärker in Richtung autonomer Technologien wie Optimus und Cybercab.
Ein möglicher Lichtblick steht dennoch im Kalender: Das Management rechnet laut Business Insider am 20. März 2026 mit der behördlichen Freigabe der Full-Self-Driving-Software (FSD) in den Niederlanden. Für Tesla wäre das ein wichtiger regulatorischer Meilenstein – gerade in einer Phase, in der Marktanteile in Europa unter Druck geraten.
Zum Wochenende zeigt sich die Aktie ebenfalls angeschlagen: Heute notiert sie bei 340,35 Euro, rund 1,7% tiefer als gestern. Entscheidend für die nächsten Wochen dürfte sein, ob Tesla den Konflikt in Grünheide vor den Betriebsratswahlen entschärfen kann – und ob es gelingt, die schwächeren Europa-Zahlen mit Technologiefortschritten wie der erwarteten FSD-Zulassung zu kontern.
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