Tesla Aktie: Robotaxi-Sorgen wachsen
Tesla wird an der Börse hoch bewertet, vor allem getrieben durch die Fantasie einer baldigen Dominanz im Bereich autonomer Robotaxis. Doch eine aktuelle Untersuchung kratzt massiv an diesem Image. Während Elon Musk die technologische Zukunft beschwört, zeigen Behördendaten aus dem wichtigen Markt Kalifornien ein ernüchterndes Bild, das im krassen Widerspruch zur öffentlichen Darstellung steht.
Keine Meilen, keine Daten
Wie eine Untersuchung der Nachrichtenagentur Reuters aufdeckte, hat der Elektroautobauer im Jahr 2025 keinen einzigen Kilometer an autonomen Testfahrten auf öffentlichen Straßen in Kalifornien protokolliert. Dies ist bereits das sechste Jahr in Folge ohne dokumentierte Tests in dem US-Bundesstaat, der als wichtigster Markt für Mobilitätsdienste gilt.
Diese Nullnummer ist brisant, da Tesla derzeit lediglich eine Basis-Genehmigung besitzt. Diese erlaubt Tests nur mit einem menschlichen Sicherheitsfahrer am Steuer. Ein Sprecher der kalifornischen Verkehrsbehörde bestätigte, dass Tesla bislang keine weiterführenden Genehmigungen beantragt hat. Um überhaupt eine Erlaubnis für fahrerlose Tests zu erhalten, müssten laut geplanten Regularien zunächst 50.000 Meilen mit Sicherheitsfahrer nachgewiesen werden. Tesla hat seit 2016 insgesamt jedoch nur knapp 600 Meilen dokumentiert.
Der Rückstand zur Konkurrenz ist gewaltig: Die Alphabet-Tochter Waymo hat im Vergleichszeitraum über 13 Millionen Testmeilen absolviert und verfügt längst über die Lizenzen, um Fahrgäste autonom zu befördern.
Absatzschwäche in Europa
Neben den regulatorischen Hürden in den USA kämpft Tesla auch im operativen Kerngeschäft mit Problemen. Die Neuzulassungen in Europa brachen im Januar um 17 Prozent ein, was den 13. monatlichen Rückgang in Folge markiert. Der Marktanteil in den europäischen Kernmärkten schrumpfte auf 0,8 Prozent.
Profiteur dieser Schwäche ist vor allem die Konkurrenz aus China. Der Rivale BYD konnte seine Zulassungszahlen im gleichen Zeitraum um 165 Prozent steigern und seinen Marktanteil mehr als verdoppeln.
Kurs unter Druck
Die Kombination aus regulatorischen Zweifeln und schwächelndem Absatz hinterlässt Spuren im Chart. Die Tesla-Aktie notiert seit Jahresanfang mit einem Minus von 7,41 Prozent im roten Bereich. Der Schlusskurs am Donnerstag lag bei 346,20 Euro, womit das Papier fast 17 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch handelt.
Ausblick
Für Investoren rückt nun der 21. April 2026 in den Fokus. Bei den dann anstehenden Quartalszahlen steht das Management unter Zugzwang: Es muss nicht nur eine Strategie gegen den Markanteilsverlust in Europa präsentieren, sondern auch konkret darlegen, wie die klaffende Lücke zwischen den ambitionierten Robotaxi-Versprechen und der regulatorischen Realität geschlossen werden soll.
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