Eli Lilly Aktie: Kooperationen überprüfen
Novo Nordisk dreht an der Preisschraube – und bringt damit Bewegung in den boomenden Markt für Abnehmmedikamente. Für Eli Lilly ist das ein heikler Moment: Einerseits wächst das Geschäft rasant, andererseits dürfte der Wettbewerb nun spürbar härter werden. Wie gut kann Lilly seine starke Position verteidigen, wenn die Konkurrenz über den Preis angreift?
Novo senkt Preise – der Ton wird rauer
Auslöser der jüngsten Nervosität war ein direkter Schritt von Novo Nordisk. Der dänische Rivale kündigte zu Wochenbeginn Preissenkungen für mehrere Top-Produkte an, darunter Wegovy. Der Listenpreis für eine Monatsration soll auf 675 US-Dollar fallen – deutlich weniger als die bislang über 1.000 US-Dollar, die für Wegovy, Ozempic und das verwandte Diabetes-Medikament Rybelsus aufgerufen wurden.
Der Markt liest so etwas als Signal: Der Wettbewerb im GLP‑1‑Segment läuft nicht mehr nur über Studienwerte und Produktionskapazitäten, sondern zunehmend auch über den Preis. Kurzfristig erhöhte das den Druck auf Lilly.
Zepbound ist längst ein Umsatzanker
Gerade deshalb ist die Bedeutung von Zepbound für Lilly entscheidend. Im vierten Quartal 2025 haben sich die Zepbound-Umsätze laut Quelltext im Jahresvergleich mehr als verdoppelt – auf knapp 4,3 Milliarden US-Dollar. Damit entfielen rund 22% des Konzernumsatzes auf dieses eine Produkt.
Genau hier liegt die Krux: Je wichtiger Zepbound fürs Wachstum wird, desto empfindlicher reagieren Anleger auf alles, was die Ertragskraft dieses Geschäfts angreifen könnte – etwa ein aggressiver Preiswettbewerb.
Rückenwind von Studien, Pipeline und Analysten
Trotz des Preissignals aus Dänemark bekam Lilly diese Woche auch Rückenwind. RBC Capital startete am 25. Februar die Beobachtung mit „Outperform“ und einem Kursziel von 1.250 US-Dollar. Die Analysten erwarten, dass Lillys Adipositas-Franchise den Markt bis 2030 dominieren kann. Gleichzeitig verwies RBC auf Nervosität wegen hoher Erwartungen, sieht die Konsensschätzungen aber als zu niedrig an – auch wegen „transformativer“ Impulse, die bevorstehen.
Auch Leerink Partners blieb konstruktiv und hob das Kursziel auf 1.296 US-Dollar an (ebenfalls „Outperform“).
Operativ untermauerte Lilly seine Position mit Daten: Novos Kombi-Kandidat CagriSema erreichte in einer Phase‑3‑Studie 23% Gewichtsverlust über 84 Wochen. Zum Vergleich nennt der Text für Lillys Tirzepatid (15 mg) mehr als 25% Gewichtsverlust. Zusätzlich brachte Lilly ein neues, patientenfreundlicheres Zepbound-Format auf den Markt: ein Pen, der einen Monatsvorrat enthält – praktisch etwa auf Reisen.
Ein potenziell großer Impuls kommt außerdem aus der Pipeline: Orforglipron, ein oraler GLP‑1‑Kandidat, zeigte in Phase‑3‑Vergleichen bessere A1C‑Senkungen und mehr Gewichtsverlust als orales Semaglutid. Lilly hat die Einreichungen laut Text breit angestoßen und rechnet mit möglichen US‑Regulatorik-Schritten im zweiten Quartal.
Beim Zahlenwerk lieferte Lilly im Q4 2025 zudem ein Rekordquartal: 19,29 Milliarden US-Dollar Umsatz (Konsens: 17,85 Mrd.) und 7,54 US-Dollar Gewinn je Aktie (Konsens: 7,48). Für 2026 stellte der Konzern 80–83 Milliarden US-Dollar Umsatz sowie ein Non‑GAAP‑EPS von 33,50–35,00 in Aussicht – klar über dem vorherigen Marktkonsens.
Auch die langfristigen Ambitionen werden sichtbar: Lilly investiert in Kapazitäten (Baugenehmigungen für eine 77‑Mio.-US‑Dollar‑Erweiterung in Concord) und baut die KI-/F&E‑Leistung mit dem „LillyPod“-Supercomputer am Standort Indianapolis aus.
An der Börse bewegt sich der Titel zuletzt vergleichsweise moderat: Bei 866,00 Euro liegt die Aktie seit Jahresbeginn mit -6,06% im Minus.
Im Blickpunkt stehen nun zwei konkrete Treiber: erstens, ob und wie stark der Preisdruck durch Novo tatsächlich auf Margen und Nachfrage durchschlägt – und zweitens die nächsten Meilensteine rund um Orforglipron, für das laut Text im zweiten Quartal eine mögliche US‑Regulatorik-Entscheidung ansteht.
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