Adobe gilt seit Jahren als unangefochtener Platzhirsch für Kreativsoftware, doch an der Börse herrscht derzeit Katerstimmung. Während die Geschäftszahlen eigentlich solides Wachstum zeigen, flüchten Investoren scharenweise aus dem Titel. Der Kurs markierte jüngst ein neues Jahrestief und verlor in den letzten zwölf Monaten fast die Hälfte an Wert. Marktbeobachter treibt vor allem eine Sorge um: Wird die künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell des Photoshop-Konzerns zerstören?

Analysten warnen vor KI-Konkurrenz

Verantwortlich für den anhaltenden Verkaufsdruck ist eine Welle von Herabstufungen durch große Analysehäuser. Experten von Jefferies, HSBC und Piper Sandler kürzten ihre Kursziele zuletzt deutlich. Der Tenor ist bei allen ähnlich: Die Konkurrenz durch generative KI wird zur echten Bedrohung.

Investoren befürchten, dass Tools wie Googles "Gemini" oder die aggressive Expansion des Design-Startups Canva Adobe Marktanteile abjagen könnten. Besonders Canvas jüngste Übernahme von spezialisierten KI-Firmen wird als direkter Angriff auf Adobes Videobearbeitungs-Software gewertet. Der Markt preist hier zunehmend das Risiko ein, dass professionelle Kreativarbeit durch automatisierte, günstigere KI-Lösungen ersetzt wird.

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Solide Zahlen, ignoriert vom Markt

Paradoxerweise stehen die fundamentalen Daten im krassen Widerspruch zur Panik im Aktienkurs. Adobe steigerte den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr zweistellig auf Rekordniveau und glänzt mit einer Bruttomarge von fast 90 Prozent. Auch das Aktienrückkaufprogramm in Milliardenhöhe läuft weiter.

Dennoch bewertet der Markt das Unternehmen derzeit nur noch mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 16. Das ist weniger als die Hälfte des historischen Durchschnitts und deutet darauf hin, dass Investoren eher eine existenzielle Krise als eine bloße Wachstumsdelle erwarten. Mit einem Kursverlust von rund 48 Prozent auf Jahressicht spiegelt sich diese Skepsis brutal im Chart wider.

Die Gegenoffensive läuft

Das Management versucht indes, die KI-Bedrohung in eine Chance zu verwandeln. Die eigene generative Plattform "Firefly" wird bereits von über einem Drittel der Photoshop-Abonnenten genutzt. Zudem setzt Adobe auf Partnerschaften mit Tech-Riesen und spezialisierten Anbietern wie Runway, um die eigene Technologie als unverzichtbaren Standard in professionellen Video-Workflows zu verankern.

Ob diese Strategie aufgeht, wird sich bald zeigen müssen. Am 12. März 2026 legt Adobe die Zahlen für das erste Quartal vor. Anleger werden dann genau prüfen, ob die Integration von KI-Funktionen bereits Früchte trägt und die Abo-Einnahmen gegen die neue Konkurrenz verteidigt werden können. Nur ein überzeugender Ausblick dürfte das Vertrauen zurückbringen und den Boden für eine Erholung bereiten.

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