Micron reitet weiter auf der KI-Welle – und jetzt steht der nächste konkrete Termin im Kalender. Der Speicherchip-Spezialist hat den Zeitpunkt für seine Q2-Zahlen bestätigt und liefert damit einen klaren Fixpunkt für Anleger. Entscheidend ist, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen an ein mögliches Rekordquartal erneut erfüllt.

18. März rückt in den Fokus

Micron will seinen Bericht für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 nach US-Börsenschluss am Mittwoch, dem 18. März, vorlegen. Die Terminbestätigung wirkte im Markt als Signal, sich frühzeitig zu positionieren – denn die Messlatte liegt hoch.

Das Unternehmen selbst stellt für Q2 (Non-GAAP) Umsatz von 18,7 Mrd. US-Dollar (±400 Mio.), eine Bruttomarge von rund 68% (±100 Basispunkte) sowie ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 8,42 US-Dollar (±0,20) in Aussicht. Zum Vergleich: Im Q1 des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz laut Micron um 57% gegenüber dem Vorjahr auf 13,64 Mrd. US-Dollar.

HBM als Engpass – und Preistreiber

Der zentrale Kurstreiber bleibt High-Bandwidth Memory (HBM), also spezieller DRAM, der in KI-Beschleunigern in Rechenzentren steckt. Micron berichtet, dass Preis und Volumen für die gesamte HBM-Lieferung im Kalenderjahr 2026 vertraglich gesichert seien – inklusive HBM4. Das ist wichtig, weil es nicht nur Nachfrage signalisiert, sondern auch Planungssicherheit bei Auslastung und Preisniveau schafft.

Micron erwartet zudem, dass der adressierbare HBM-Markt bis 2028 mit rund 40% pro Jahr wächst – von etwa 35 Mrd. US-Dollar (2025) auf rund 100 Mrd. US-Dollar (2028). Bemerkenswert: Dieses 100-Milliarden-Ziel sieht Micron nun zwei Jahre früher als in der vorherigen Einschätzung.

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Warum ist das so relevant? Weil sich hier laut Unternehmen und Markterwartung weniger ein typischer Halbleiter-Zyklus abzeichnet, sondern ein struktureller Engpass: Die Knappheit bei Speicherchips könnte sich demnach bis 2028 hinziehen. Wenn Nachfrage schneller wächst als Angebot, bleibt die Preissetzungsmacht tendenziell bei den Produzenten.

Kapazitätsaufbau: Großprojekt mit langem Atem

Um die Nachfrage bedienen zu können, setzt Micron auf massiven Ausbau in den USA. Die Vision umfasst insgesamt rund 200 Mrd. US-Dollar: neue Fertigungen (Idaho und New York), Modernisierung in Virginia, zusätzliche HBM-Packaging-Kapazitäten sowie Forschung und Entwicklung. In Clay (New York) läuft der Bau eines 100-Mrd.-US-Dollar-Standorts bereits; der Produktionsstart wird für 2030 erwartet.

Finanziell spielt auch staatliche Unterstützung eine Rolle: Micron hat sich laut Angaben bis zu 6,4 Mrd. US-Dollar an direkter CHIPS-Act-Förderung gesichert. Parallel zieht das Unternehmen die Investitionen hoch: Für das Geschäftsjahr 2026 liegt der CapEx-Ausblick bei 20 Mrd. US-Dollar (zuvor 18 Mrd.). Erste Wafer aus der ersten Idaho-Fab erwartet Micron nun Mitte 2027, also früher als zuvor geplant.

Und was bedeutet das kurzfristig – kommt schnell Entspannung auf der Angebotsseite? Eher nicht: Neue Kapazitäten brauchen Jahre, weshalb das Thema Knappheit laut Text gerade nicht kurzfristig „weggebaut“ werden kann.

Zum Kursbild: Die Aktie notiert heute bei 350,95 € und liegt damit rund 5,4% unter dem 52‑Wochen‑Hoch.

Im Ausblick wird der Markt am 18. März vor allem prüfen, ob Micron seine eigene Q2-Prognose erreicht – und ob das Unternehmen die These einer anhaltenden, angebotsseitig engen HBM-Phase weiter untermauert. Micron selbst verweist für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 auf eine Gewinnerwartung von insgesamt rund 13 US-Dollar je Aktie – ein Rahmen, der die Erwartungen an die kommenden Wochen klar absteckt.

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