D-Wave hat gestern die Zahlen für 2025 vorgelegt – mit starkem Umsatzwachstum und einem frühen Buchungsstand für 2026, der bereits auffällt. Gleichzeitig bleibt die Profitabilität in weiter Ferne, denn der Nettoverlust ist hoch und für 2026 steigen die Kosten. Entscheidend wird, wie schnell aus den neuen Aufträgen tatsächlich Umsatz wird.

Starkes Umsatzjahr 2025

Der Umsatz legte 2025 um 179% auf 24,6 Mio. US-Dollar zu (Vorjahr: 8,83 Mio. US-Dollar). Der GAAP-Bruttogewinn stieg um 265% auf 20,3 Mio. US-Dollar. D-Wave begründet das unter anderem mit margenträchtigen Systemverkäufen; die Bruttomarge lag bei über 80%.

Im vierten Quartal stieg der Umsatz auf 2,75 Mio. US-Dollar nach 2,31 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal.

Trotz des Wachstums bleibt die Ergebnislage angespannt: Für 2025 weist das Unternehmen einen Nettoverlust von 355 Mio. US-Dollar aus. Zudem rechnet D-Wave für 2026 mit steigenden operativen Aufwendungen, was die Diskussion um den Weg zur Profitabilität verschärft.

Buchungen geben den Takt vor

Nach Quartalsende meldete D-Wave zwei größere Deals: eine Systembestellung der Florida Atlantic University über 20 Mio. US-Dollar (Auslieferung bis Ende 2026 geplant) sowie einen zweijährigen QCaaS-Vertrag über 10 Mio. US-Dollar mit einem Fortune-100-Unternehmen. Damit lagen die Buchungen seit Jahresbeginn 2026 per 25. Februar bei über 32,8 Mio. US-Dollar.

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Auch im vierten Quartal zogen die Buchungen an: 13,4 Mio. US-Dollar, laut Unternehmen deutlich höher als im Vorquartal. Zum Jahresende meldete D-Wave zudem Rekordliquidität und mehr als 135 zahlende Kunden.

Übernahme und Regierungsschub

Ein zentraler strategischer Schritt war die abgeschlossene Übernahme von Quantum Circuits Inc. für 550 Mio. US-Dollar (300 Mio. US-Dollar in D-Wave-Aktien und 250 Mio. US-Dollar in bar). Quantum Circuits bringt laut D-Wave eine Technologie mit „Erasure Detection“ ein, die 90% auftretender Fehler identifizieren soll; genannt werden zudem Gate-Fidelities von über 99,9%.

Parallel baut das Unternehmen die Präsenz im öffentlichen Sektor aus: Eine neue Geschäftseinheit soll die Nutzung der Angebote in der US-Regierung vorantreiben, geführt von Jack Sears Jr. Außerdem will D-Wave den Firmensitz und eine größere US-F&E-Einheit nach Florida (Boca Raton Innovation Campus) verlegen.

Kursreaktion und Analysten

Die Aktie schloss am Donnerstag 2,4% höher bei 20,13 US-Dollar und legte nachbörslich weiter zu. Auffällig war das Handelsvolumen: 43,71 Mio. Aktien gegenüber durchschnittlich 23,19 Mio.

Auf Analystenseite senkte Roth Capital das Kursziel auf 30 US-Dollar (zuvor 40 US-Dollar), während Jefferies das „Buy“-Rating bestätigte. D-Wave verwies zudem auf Kundenaktivität unter anderem von LG CNS, Sharp und Italiens CINECA – mit neuen sowie verlängerten Vereinbarungen.

Im laufenden Jahr dürfte vor allem eine Kennzahl den Ton angeben: Ob die bereits gemeldeten Buchungen zügig als Umsatz sichtbar werden, während Verluste sowie negativer operativer und Free-Cashflow weiter auf dem Finanzprofil lasten.

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