Vergessen Sie das Tesla von gestern. Der Konzern vollzieht derzeit eine fundamentale Wandlung vom reinen Autobauer hin zu einem Unternehmen für physische KI. Während die Produktion der einstigen Flaggschiffe Model S und Model X ausläuft, um Platz für Roboter zu schaffen, verdoppelt das Management die Investitionen. Dieser aggressive Kurswechsel zwingt Analysten dazu, ihre Gewinnerwartungen komplett neu zu berechnen.

Investitionen verdoppelt

Der Kern der neuen Strategie liegt in den Ausgaben. Nachdem die Investitionen (Capex) im Jahr 2025 noch um 24 Prozent auf 8,6 Milliarden US-Dollar gesunken waren, plant Tesla für 2026 eine massive Kehrtwende. Rund 20 Milliarden US-Dollar sollen in den Ausbau der Kapazitäten fließen.

Finanzvorstand Vaibhav Taneja machte deutlich, wohin das Geld geht: In den Aufbau von KI-Rechenzentren und die Umrüstung der Fabriken. Besonders symbolträchtig ist der Umbau des Werks in Fremont, Kalifornien. Wo bisher Autos vom Band liefen, soll künftig ein Produktionszentrum für den humanoiden Roboter "Optimus" entstehen. Diese Transformation drückt kurzfristig auf die Margen, soll aber langfristig neue Geschäftsfelder jenseits des reinen Autoverkaufs erschließen.

Ende einer Ära

Die Neuausrichtung fordert prominente Opfer. Tesla bestätigte, die Produktion der Limousine Model S und des SUV Model X im nächsten Quartal einzustellen. Diese Fahrzeuge, die einst den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens legten, machten zuletzt weniger als 3 Prozent des Auslieferungsvolumens aus.

Analysten von Barclays bezeichnen diesen Schritt als symbolische Staffelstabübergabe hin zur "physischen KI". Die Botschaft an den Markt ist eindeutig: Tesla definiert sich nicht mehr primär über den Verkauf von PKWs an Endkunden, sondern über autonome Systeme und Robotik.

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Analysten senken Prognosen

Die jüngsten Finanzdaten untermauern den kostspieligen Übergang. Im vierten Quartal 2025 fiel der Nettogewinn im Vergleich zum Vorquartal um knapp 39 Prozent auf 840 Millionen US-Dollar. Der Umsatz lag bei 24,9 Milliarden US-Dollar, während die Erlöse im Automobilgeschäft auf Jahressicht um 10 Prozent sanken.

Als Reaktion auf die sinkenden Gewinne und die angekündigte Investitionsoffensive haben diverse Analystenhäuser ihre Prognosen gekürzt. Canaccord Genuity kommentierte trocken: "Das Tesla von gestern ist Geschichte." Auch der Aktienkurs reagierte auf die Unsicherheit und notierte zum Wochenstart bei 421,81 US-Dollar, was einem Rückgang von rund 3,7 Prozent seit Jahresanfang entspricht.

Konkurrenz schläft nicht

Der Druck auf Tesla wächst nicht nur intern durch die Kosten, sondern auch extern. Die Robotaxi-Pläne von Elon Musk treffen auf einen immer stärkeren Wettbewerb. Die Alphabet-Tochter Waymo hat sich in einer Finanzierungsrunde frische 16 Milliarden US-Dollar gesichert und wird nun mit 126 Milliarden US-Dollar bewertet.

Während Tesla plant, seinen autonomen Fahrdienst im ersten Halbjahr 2026 auf sieben weitere US-Städte wie Dallas und Miami auszuweiten, verfügt Waymo bereits über eine solide Finanzierung, um dagegenzuhalten.

Gleichzeitig ordnet Elon Musk sein Firmenimperium neu: Die geplante Fusion von SpaceX und xAI könnte laut Beobachtern zu weiteren Synergien führen, wie der Verkauf von Tesla-Megapack-Batterien an xAI im Wert von 430 Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr bereits zeigte.

Der Erfolg der neuen Strategie hängt nun an der Exekution. Mit der Ausweitung der Robotaxi-Dienste und der Umrüstung der Produktion muss Tesla beweisen, dass die Technologie im Vergleich zur Konkurrenz besteht. Anleger blicken nun auf den April 2026, wenn die nächsten Quartalszahlen erste Hinweise auf die Effizienz der massiven Investitionen liefern werden.

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