Intel Aktie: Expansionsvorhaben analysiert
Intel hat seine Anleger mit dem jüngsten Quartalsbericht auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt. Zwar übertraf der Halbleiterriese die Erwartungen für das abgelaufene vierte Quartal deutlich, doch die enttäuschende Prognose für den Jahresstart 2026 sorgte umgehend für heftige Verkaufsreaktionen. Während die KI-Sparte floriert, bremsen hausgemachte Fertigungsprobleme und Lieferengpässe die kurzfristige Euphorie massiv aus.
Der Kontrast zwischen Leistung und Ausblick
Das abgelaufene vierte Quartal 2025 bot auf den ersten Blick Grund zur Freude: Mit einem Umsatz von 13,7 Milliarden USD und einem Gewinn pro Aktie von 0,15 USD schlug Intel die Prognosen der Wall Street deutlich. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 13,4 Milliarden USD Umsatz und 0,08 USD Gewinn gerechnet.
Die positive Stimmung kippte jedoch augenblicklich mit dem Blick in die Zukunft. Für das erste Quartal 2026 stellte das Management lediglich Umsätze zwischen 11,7 und 12,7 Milliarden USD in Aussicht und rechnet beim Ergebnis nur mit einer "schwarzen Null" (Breakeven). Dies liegt weit unter den Markterwartungen, die von einem Gewinn von 0,05 USD pro Aktie ausgingen. Finanzvorstand David Zinsner begründete diesen Dämpfer mit akuten Lieferengpässen und aufgebrauchten Lagerbeständen, die das Geschäft vorübergehend belasten.
KI-Sparte hui, Foundry pfui
Ein genauerer Blick in die Bücher offenbart eine klare Zweiteilung des Geschäfts. Der Bereich Data Center und AI (DCAI) erwies sich als Wachstumsmotor und legte im Jahresvergleich um 9 % auf 4,7 Milliarden USD zu – das stärkste Quartal seit einem Jahrzehnt für dieses Segment. Besonders das Geschäft mit spezialisierten ASICs wächst rasant und erreichte eine annualisierte Umsatzrate von über einer Milliarde USD.
Dem gegenüber stehen jedoch tiefrote Zahlen in der Auftragsfertigung (Intel Foundry). Zwar stieg der Umsatz hier leicht um 4 % an, doch die Sparte verbrennt weiterhin massiv Geld. Allein im vierten Quartal fiel ein operativer Verlust von 2,5 Milliarden USD an, was den Jahresverlust dieses Segments auf bedrohliche 10,3 Milliarden USD summieren lässt. Auch das klassische PC-Geschäft (Client Computing Group) schwächelte mit einem Umsatzrückgang von 7 %.
Strategische Manöver und Fertigungsprobleme
Um die Bilanz zu stärken, hat Intel einen bemerkenswerten strategischen Schritt vollzogen: Der Konzern schloss einen Aktienverkauf im Wert von 5,0 Milliarden USD an Nvidia ab. Diese Finanzspritze verschafft dem Unternehmen Luft, um die teure Umstrukturierung der Fertigung voranzutreiben.
CEO Lip-Bu Tan machte keinen Hehl daraus, dass die Produktionseffizienz (Yield) noch immer unter den Zielvorgaben liegt. Das Unternehmen priorisiert derzeit die verfügbaren Kapazitäten für Rechenzentrumskunden gegenüber PC-Herstellern, da die vorhandenen Lagerbestände oft nicht in der benötigten Form oder am richtigen Ort vorliegen, um die aktuelle Nachfrage zu bedienen.
Ende April 2026 wird sich beim nächsten Quartalsbericht zeigen, ob Intel die angekündigten Verbesserungen in der Lieferkette umsetzen konnte und ob die Fortschritte bei den neuen Fertigungsprozessen 18A und 14A ausreichen, um das Vertrauen der Investoren nachhaltig zurückzugewinnen.
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