Tesla will sich nicht länger nur als Autobauer verstanden wissen. Nach den Zahlen für das vierte Quartal 2025 rückt das Management eine neue Erzählung in den Vordergrund: „Physical AI“ – also KI, die in Robotern und autonomen Fahrzeugen auf die Straße (und in die Fabrik) kommt. Doch kann dieser Strategiewechsel die Schwäche im klassischen E-Auto-Geschäft überdecken?

Zahlen: Licht und Schatten

Operativ liefert der Quartalsbericht ein gemischtes Bild. Der Umsatz im vierten Quartal sank um 3% auf 24,9 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig übertraf Tesla bei den bereinigten Gewinnen je Aktie mit 0,50 US-Dollar die Erwartungen der Analysten.

Auf Jahressicht wird der Gegenwind deutlicher: 2025 fiel der Umsatz erstmals in der Unternehmensgeschichte auf 94,8 Mrd. US-Dollar. Noch stärker traf es den Nettogewinn, der um 46% auf 3,8 Mrd. US-Dollar zurückging – der niedrigste Stand seit 2020.

Ein wichtiger Pluspunkt: Die Bruttomarge insgesamt verbesserte sich auf 20,1%. Das signalisiert, dass Tesla bei Kosten und Mix wieder etwas Boden gutmachen konnte, auch wenn die Auslieferungen im Quartal mit über 418.000 Fahrzeugen unter dem Vorjahr lagen.

Strategiewechsel: Kapazität für Optimus und Autonomie

Der zentrale Punkt ist aber nicht das Quartal – sondern der Kurs nach vorn. Tesla kündigt einen grundlegenden Umbau an und will die Produktion der bisherigen Basis-Modelle Model S und Model X beenden. Die frei werdenden Kapazitäten sollen in zwei Richtungen gehen: den humanoiden Roboter Optimus und künftige autonome Fahrzeuge.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?

Beim Tempo macht Tesla ebenfalls Druck. Die Massenproduktion von Optimus soll bis Ende 2026 anlaufen. Parallel steigt der Investitionshunger: Für 2026 stellt das Unternehmen Kapitalausgaben von über 20 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Damit wird klar: Diese „Physical AI“-Strategie ist kein Nebenprojekt, sondern soll zum neuen Kern werden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Q4-Umsatz: 24,9 Mrd. US-Dollar (-3%)
- Bereinigtes EPS: 0,50 US-Dollar (über Erwartungen)
- Auslieferungen Q4: >418.000 (-16%)
- Bruttomarge gesamt: 20,1% (verbessert)
- Jahresumsatz 2025: 94,8 Mrd. US-Dollar (erstmals rückläufig)
- Nettogewinn 2025: 3,8 Mrd. US-Dollar (-46%)
- Energie-Sparte Q4: ~12,8 Mrd. US-Dollar (+26,6%)
- Geplante Investitionen 2026: >20 Mrd. US-Dollar

Warum der Schritt jetzt kommt

Tesla steht im E-Auto-Markt spürbar unter Druck: härterer Wettbewerb und nachlassendes Wachstum, besonders in Europa und China. Das drückt auf das Autogeschäft – weniger Auslieferungen, mehr Konkurrenz, weniger Rückenwind.

Umso wichtiger wird die Energie-Sparte, die im Quartal deutlich zulegen konnte. Sie entwickelt sich zunehmend zum zweiten Standbein. Der größere Hebel, den Tesla nun betont, liegt aber in Robotaxis, autonomem Fahren und Optimus – also Bereichen, die viel Kapital brauchen und deren Erfolg stark an Umsetzung und Zeitplan hängt.

An der Börse zeigt sich zuletzt eine spürbare Abkühlung: Auf 30-Tage-Sicht liegt die Aktie mit -10,56% im Minus.

Bis Ende 2026 wird Teslas Zeitplan zum entscheidenden Prüfstein: Dann soll Optimus in die Massenproduktion gehen, während zugleich hohe Investitionen von über 20 Mrd. US-Dollar für 2026 im Raum stehen – und der Autokern sich in einem raueren Marktumfeld behaupten muss.

Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 02. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...