Plug Power steht vor einer entscheidenden Woche. Weil bei der letzten außerordentlichen Hauptversammlung nicht genügend Aktionäre ihre Stimme abgaben, musste das Meeting vertagt werden. Nun läuft dem Wasserstoff-Spezialisten die Zeit davon: Ohne Zustimmung zur Erhöhung der genehmigten Aktienanzahl am kommenden Donnerstag hat das Management bereits eine unpopuläre Alternative angekündigt – den Reverse Stock Split.

Zu geringe Beteiligung erzwingt Aufschub

Das Unternehmen hatte ursprünglich für den 29. Januar 2026 zur Abstimmung geladen, musste die Versammlung jedoch aufgrund mangelnder Teilnahme vertagen. Das Problem liegt dabei nicht in der Ablehnung durch die Investoren, sondern in deren Abwesenheit. Von den tatsächlich abgegebenen Stimmen befürworteten rund 92 Prozent den ersten und 89 Prozent den zweiten Vorschlag.

Doch das reicht rechtlich nicht aus. Da für die Annahme der Anträge eine Mehrheit aller ausstehenden Aktien erforderlich ist – und nicht nur der anwesenden Stimmen –, verfehlte Plug Power die notwendigen Quoren deutlich. Für den ersten Vorschlag waren lediglich knapp 37 Prozent der Anteile vertreten, für den zweiten etwa 47 Prozent.

Kapitalerhöhung oder Aktienzusammenlegung

Im Zentrum der Abstimmung, die nun am Donnerstag, den 5. Februar 2026, fortgesetzt wird, stehen zwei wesentliche Punkte. Vorschlag 1 zielt auf eine Modernisierung der Abstimmungsstandards ab, um künftige Änderungen an das aktuelle Recht in Delaware anzupassen. Brisanter für Anleger ist jedoch Vorschlag 2: Hierbei soll die Anzahl der genehmigten Stammaktien von 1,5 Milliarden auf 3 Milliarden verdoppelt werden.

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Das Management macht keinen Hehl aus den Konsequenzen eines Scheiterns. Sollte Vorschlag 2 keine Mehrheit finden, wird Plug Power einen Reverse Stock Split durchführen. Dieser Schritt würde die Anzahl der verfügbaren Aktien künstlich verknappen, um wieder Spielraum für die Ausgabe neuer Papiere zu schaffen.

Die Hürden bis Donnerstag

Um die Vorgaben zu erfüllen, muss das Unternehmen bis zum neuen Termin dringend weitere Aktionäre mobilisieren. Konkret fehlen nach Unternehmensangaben noch Stimmen von etwa 3,14 Prozent der ausstehenden Aktien für die Kapitalmaßnahme (Vorschlag 2) und gut 13 Prozent für die Satzungsänderung (Vorschlag 1). Um Bedenken auszuräumen, hielt das Management gestern bereits eine Frage-Antwort-Runde für Investoren ab.

Die Unsicherheit im Vorfeld der Abstimmung spiegelt sich deutlich im Kurs wider. Die Aktie verlor auf Wochensicht fast 13 Prozent an Wert und notiert aktuell bei lediglich 2,08 US-Dollar – weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 3,51 US-Dollar.

Am Donnerstagvormittag wird sich entscheiden, ob Plug Power die nötige Unterstützung für seinen geplanten Kurs erhält oder ob das Unternehmen gezwungen sein wird, den Weg der Aktienzusammenlegung zu gehen.

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