Tesla Aktie: Radikale Wende
Tesla erfindet sich neu. Während das klassische Autogeschäft schwächelt und der Umsatz erstmals in der Geschichte auf Jahresbasis gesunken ist, setzt CEO Elon Musk alles auf eine Karte. Der Abschied von den einstigen Flaggschiffen Model S und Model X markiert den Beginn einer neuen Ära: Weg vom reinen Autobauer, hin zum KI- und Robotik-Konzern.
Historischer Umsatzrückgang
Die Zahlen zum vierten Quartal 2025 bestätigen, was viele Marktbeobachter befürchtet hatten: Die Erlöse im Kerngeschäft bröckeln. Die Automobilsparte, die immer noch rund 70 Prozent des Geschäfts ausmacht, verzeichnete einen Umsatzrückgang von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich dafür ist der massiv verschärfte Wettbewerb. Insbesondere BYD aus China sowie etablierte europäische Hersteller wie Volkswagen und BMW setzen dem US-Pionier zunehmend zu.
Investitionsoffensive statt Sparkurs
Musk reagiert auf diese Entwicklung nicht mit Konsolidierung, sondern mit einer aggressiven Flucht nach vorn. Für das Jahr 2026 plant das Unternehmen, die Investitionsausgaben (Capex) auf rund 20 Milliarden Dollar mehr als zu verdoppeln. Dieses Geld fließt gezielt in sechs Fabriken und neue Technologien. Dazu gehören die Produktion des fahrerlosen "Cybercab", der Ausbau der KI-Infrastruktur und die Fertigung des humanoiden Roboters "Optimus".
Wie ernst es Tesla mit diesem Umbau meint, zeigt eine symbolträchtige Entscheidung: Die Produktion von Model S und Model X wird eingestellt. Die Fertigungslinien im Werk in Fremont, Kalifornien, werden umgerüstet, um künftig Roboter statt Luxuslimousinen zu bauen.
Fusionsgerüchte treiben die Fantasie
Neben der operativen Neuausrichtung sorgen am heutigen Sonntag Berichte über mögliche strukturelle Änderungen für Aufsehen. Es wird geprüft, ob eine Fusion von Tesla mit dem Raumfahrtunternehmen SpaceX oder dem KI-Startup xAI machbar wäre. Bereits Mitte Januar hatte Tesla eine Investition von zwei Milliarden Dollar in xAI vereinbart. Anleger reagierten positiv auf diese Gerüchte, da sie hierin eine Möglichkeit sehen, indirekt an Musks anderen Unternehmungen zu partizipieren.
Das sagen die Analysten
Die Expertenmeinungen zu dieser Strategie gehen auseinander. Analysten von Canaccord Genuity beschreiben die Situation als einen Punkt ohne Wiederkehr: Musk habe "die Schiffe hinter sich verbrannt" und sich vollständig einer neuen Vision verschrieben. Morgan Stanley hingegen blickt vorsichtiger auf die finanzielle Belastung. Die Bank senkte ihr Kursziel leicht auf 415 Dollar und verwies auf den erwarteten hohen Barmittelverbrauch durch die massiven Investitionen. Die Aktie notiert aktuell bei rund 393 Euro und hat auf Monatssicht gut 12 Prozent verloren.
Mit dem nächsten Quartalsbericht, der voraussichtlich am 21. April 2026 ansteht, werden Anleger erste Hinweise darauf erhalten, ob die Expansion des Robotaxi-Dienstes in weitere US-Städte wie geplant vorankommt. Tesla definiert sich ab sofort primär über künstliche Intelligenz, das klassische Autogeschäft dient zunehmend nur noch als Finanzierungsquelle für diese Zukunftswette.
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