Palantir bekommt nach dem jüngsten Rücksetzer plötzlich wieder mehr Zuspruch von der Analystenseite. Gleich zwei große Häuser haben ihre Einschätzung am Freitag auf „Kaufen“ angehoben. Doch was steckt hinter dem Stimmungswechsel – und warum kommt er ausgerechnet nach einer deutlichen Kurskorrektur?

Doppelte Hochstufung nach Kursrückgang

UBS und Citi haben ihre Ratings am 27. Februar auf „Buy“ angehoben. Der Schritt folgt auf eine Korrektur von rund 35%, nachdem die Aktie zuvor in eine niedrigere Handelsspanne zurückgefallen war. Aus Sicht der Analysten ist der Rückgang damit weniger ein Alarmzeichen als vielmehr eine Neubewertung nach einer zuvor starken Phase.

Das spiegelt sich auch in der Gesamteinschätzung wider: Der Analystenkonsens steht laut Quelltext bei „Moderate Buy“, das durchschnittliche Kursziel bei 191,05 US-Dollar. Technisch wurde zuletzt ein RSI von 39,69 genannt – nahe am überverkauften Bereich.

Wachstum als Kernargument – trotz hoher Bewertung

UBS-Analyst Karl Keirstead begründet die Hochstufung mit der erwarteten Nachfrage nach KI- und Dateninfrastruktur. Er rechnet für 2026 mit 70% Umsatzwachstum und zugleich stabilen Margen im mittleren 50%-Bereich. UBS belässt das Kursziel bei 180 US-Dollar und legt die Bewertung auf Basis des geschätzten Free Cashflows 2027 an (50-fach).

Citi sieht zusätzlich Potenzial über die Umsatzseite: Bis Ende 2026 hält die Bank laut Bericht ein „Sales Upside“-Szenario von 80% für möglich. Andere Kursziele bleiben ebenfalls im Markt: Mizuho nennt 195 US-Dollar, Rosenblatt 150 US-Dollar.

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Starke Quartalszahlen – und ein heißes US-Geschäft

Der Rückenwind kommt nicht aus dem Nichts. Am 2. Februar hatte Palantir starke Zahlen für das vierte Quartal 2025 gemeldet. Der Umsatz lag bei 1,41 Mrd. US-Dollar (+70% gegenüber Vorjahr) und damit über den Markterwartungen von 1,34 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn je Aktie fiel mit 0,25 US-Dollar ebenfalls besser aus als die erwarteten 0,23 US-Dollar.

Besonders auffällig: Das US-Kommerzgeschäft wuchs um 137% und war ein wesentlicher Treiber. Zudem meldete das Unternehmen eine „Rule of 40“-Kennzahl von 127% – ein Wert, der starkes Wachstum und Profitabilität kombiniert. Für 2026 stellte das Management rund 7,19 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht, was einem Wachstum von 61% entspräche.

Die Aktie notiert laut bereitgestellten Daten bei 114,14 Euro und liegt damit in den vergangenen 30 Tagen deutlich im Minus (-13,40%).

Gemischte Signale bei Investoren und Insidern

Bei institutionellen Investoren zeigen die Meldungen ein uneinheitliches Bild: US Bancorp DE stockte im dritten Quartal um 8,3% auf, auch Chase Investment Counsel kaufte zu. In späteren Meldungen erhöhten Vanguard und State Street ihre Positionen leicht. Gleichzeitig reduzierte Andra AP fonden seine Beteiligung um 22,8% durch den Verkauf von 77.600 Aktien. Insgesamt liegt der institutionelle Anteil laut Quelltext bei 45,65%.

Auf der Insiderseite überwiegen dagegen Verkäufe: Manager Ryan Taylor veräußerte am 20. Februar 19.988 Aktien zu durchschnittlich 133,72 US-Dollar (Erlös: 2,67 Mio. US-Dollar), wodurch sein Bestand um 8,35% sank. Im zurückliegenden Quartal summierten sich Insiderverkäufe auf über eine Million Aktien im Gegenwert von etwa 142,2 Mio. US-Dollar.

Unterm Strich setzt die jüngste Analystenwende darauf, dass das starke Wachstum – besonders im US-Kommerzgeschäft – die Story trotz der hohen Bewertung trägt. Entscheidend wird nun sein, ob Palantir die für 2026 in Aussicht gestellten rund 7,19 Mrd. US-Dollar Umsatz tatsächlich liefern kann und die Margen dabei stabil bleiben.

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