SAP baut sein Engagement im Gesundheitswesen weiter aus – und setzt dabei auf eine stärkere Verzahnung mit dem deutschen Klinik-IT-Spezialisten Avelios Medical. Hinter der Beteiligung steckt vor allem ein technisches Ziel: eine offene Plattform, die Krankenhäusern Datenflüsse und Prozesse spürbar erleichtern soll. Doch was heißt das konkret für die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen?

Strategische Beteiligung an Avelios

SAP investiert strategisch in Avelios Medical. Finanzielle Details nannten die Unternehmen nicht. Entscheidend ist der Zweck: Die Beteiligung vertieft eine bereits bestehende technologische Partnerschaft und soll die Basis für eine „offene und souveräne Plattform“ für die Healthcare-Industrie stärken.

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Im Kern geht es um eine durchgängig datenbasierte Infrastruktur für Kliniken. Sie soll moderne Patientenversorgung unterstützen, Prozesse robuster machen und Raum für KI-gestützte Anwendungen schaffen. Technisch läuft das Krankenhausinformationssystem von Avelios auf der SAP Business Technology Platform (BTP).

Unabhängigkeit bleibt – Plattformansatz unverändert

Trotz SAP als neuem Investor bleibt Avelios nach eigenen Angaben unternehmerisch und strategisch unabhängig. Das Unternehmen betont, es handele sich um eine strategische Beteiligung – nicht um ein Instrument zur operativen Kontrolle.

Auch der Produktansatz soll sich nicht ändern: Avelios hält am offenen Plattformmodell fest, das auf Interoperabilität und Integrationsfähigkeit ausgelegt ist. Genau diese Offenheit ist im Klinikalltag oft ein Knackpunkt, weil viele Systeme parallel laufen und Daten sauber zusammengebracht werden müssen.

Aktie: Druck nach schwacher Phase

An der Börse fällt die Meldung in eine ohnehin bewegte Phase. Heute notiert die SAP-Aktie bei 170,58 Euro und damit 1,65% niedriger als gestern (173,44 Euro). Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 13,66%, seit Jahresbeginn liegt der Titel 15,55% im Rückstand.

Auffällig: Der Kurs bewegt sich nur knapp über dem 52‑Wochen-Tief von 166,66 Euro (vom 24.02.2026). Gleichzeitig liegt er deutlich unter dem 200‑Tage-Durchschnitt (222,02 Euro) – ein Zeichen, dass die Aktie aus längerem Blickwinkel weiterhin unter ihrem früheren Niveau handelt.

Zum Wochenverlauf passt das Bild: Gestern ging es zwar klar über 170 Euro, heute zum Wochenausklang aber wieder abwärts.

Im selben Zeitraum veröffentlichte SAP zudem am 26. Februar 2026 den integrierten Bericht für 2025 sowie den Geschäftsbericht (Form 20‑F) für die US-Börsenaufsicht SEC.

Zum Schluss zählt vor allem das Signal der Meldung: SAP setzt im Healthcare-Bereich auf eine vertiefte Plattform-Partnerschaft mit Avelios, während die Aktie nach den letzten Wochen nahe ihres Jahrestiefs bleibt und heute erneut nachgibt.

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