Strategy treibt seine Bitcoin-Strategie weiter konsequent voran. Der Konzern hat erneut massiv nachgelegt und zusätzliche Bitcoin im Wert von rund 1,25 Milliarden US‑Dollar eingesammelt – finanziert über frische Aktien. Die Börse reagiert kurzfristig nur verhalten, doch die Weichen für die nächste Bewertungsrunde sind gestellt.

Neuer Mega-Kauf und Finanzierung

Zwischen dem 5. und 11. Januar hat Strategy insgesamt 13.627 Bitcoin erworben. Der durchschnittliche Kaufpreis lag inklusive Gebühren bei rund 91.519 US‑Dollar je Coin. Damit steigt der Bitcoin-Bestand des Unternehmens auf beachtliche 687.410 Stück.

Die Finanzierung lief vollständig über den Kapitalmarkt. Strategy nutzte sein bestehendes „At-the-Market“-Aktienprogramm und platzierte:

  • rund 6,8 Millionen Class‑A‑Aktien mit einem Bruttoerlös von etwa 1,13 Milliarden US‑Dollar
  • zusätzlich 1,2 Millionen Vorzugsaktien für rund 119,1 Millionen US‑Dollar

In Summe kamen so die rund 1,25 Milliarden US‑Dollar für den Bitcoin-Kauf zusammen. Insgesamt beläuft sich der historische Anschaffungspreis der kompletten Bitcoin-Reserve nun auf etwa 51,8 Milliarden US‑Dollar, was einem durchschnittlichen Einstandskurs von 75.353 US‑Dollar je Bitcoin entspricht.

Ein kryptischer Social-Media-Beitrag von Executive Chairman Michael Saylor am Wochenende hatte den Schritt bereits angedeutet. Nun ist klar, dass Strategy seine Rolle als börsennotierter Bitcoin-Sammelpunkt weiter ausbaut.

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Rahmenbedingungen: Index-Entscheidung und Insiderkauf

Parallel zum Bitcoin-Ausbau gab es weitere wichtige Signale. Ein Unternehmensdirektor hat zuletzt Aktien im Volumen von 779.400 US‑Dollar zugekauft. Marktbeobachter sehen darin ein Zeichen, dass das Management die eingeschlagene Strategie weiterhin stützt.

Wesentlich für die Aktie ist zudem eine Entscheidung des Indexanbieters MSCI vom 6. Januar 2026. MSCI verzichtete darauf, Unternehmen mit „Digital-Asset-Treasury“-Modell aus den globalen Indizes zu entfernen. Strategy bleibt damit in wichtigen Standardindizes vertreten. Das sichert den Zugang zu passiven Fondsanlagen und stabilisiert die Basisnachfrage institutioneller Investoren.

Bilanzwirkung: Hoher Buchverlust im Q4

Auf der Ergebnisschiene droht der nächste Dämpfer. Für das vierte Quartal 2025 wird ein erheblicher nicht realisierter Verlust von rund 17,44 Milliarden US‑Dollar auf den Bitcoin-Bestand erwartet – rein bilanziell bedingt durch Marktschwankungen. Diese Bewertungsverluste entstehen, obwohl die Coins nicht verkauft wurden, wirken sich aber deutlich auf die gemeldeten Zahlen aus.

Der Kurs reagierte heute dennoch nur leicht: Die Aktie schloss bei 162,24 US‑Dollar nahezu unverändert zum Vortag. Angesichts eines Rückgangs von fast 50 % auf Sicht von zwölf Monaten signalisiert das, dass viele Anleger die volatilen Buchgewinne und -verluste inzwischen eher als Begleitgeräusch und weniger als primären Bewertungsmaßstab sehen.

Technisches Bild und nächste Termine

Charttechnisch bleibt die Lage anspruchsvoll. Nach dem deutlichen Rückgang seit dem Hoch im Sommer 2025 notiert die Aktie deutlich unter der 200‑Tage-Linie; zum langfristigen Durchschnitt ergibt sich ein Abstand von knapp 40 %. Der RSI von über 80 Punkten signalisiert kurzfristig ein überkauftes Niveau, während der Kurs mit rund 4,6 % über dem 50‑Tage-Durchschnitt leicht erhöht gehandelt wird.

Ein wichtiger Anker für die weitere Entwicklung ist die Unterstützungszone um 150 US‑Dollar. Hält diese Marke, könnte sich die jüngste Erholung seit dem 52‑Wochen-Tief bei 135 US‑Dollar weiter stabilisieren. Bricht sie, würde das technische Bild erneut unter Druck geraten.

Blick auf den 4. Februar

Der nächste entscheidende Termin ist der 4. Februar 2026: Dann legt Strategy die Zahlen für das vierte Quartal vor. Im Fokus stehen neben der offiziellen Bilanzierung der Digital-Asset-Position vor allem die Auswirkungen der jüngsten Aktienplatzierungen und die daraus resultierende Verwässerung. Erst dann lässt sich klarer beurteilen, wie sich der aggressive Bitcoin-Ausbau und die damit verbundene Kapitalbeschaffung in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Wahrnehmung institutioneller Investoren niederschlagen.

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