TKMS Aktie: Innovative Entwicklungen!
Die erste Hauptversammlung als eigenständiges Unternehmen ist Geschichte, doch die eigentliche Musik spielt derzeit in Asien. Während in Kiel über Dividenden und Strategien debattiert wurde, erreichte der Rüstungskonzern in Indien einen entscheidenden Meilenstein für ein U-Boot-Projekt der Superlative. Steht der MDAX-Neuling unmittelbar vor dem größten Auftrag seiner Unternehmensgeschichte?
Einigung über 9 Milliarden Dollar
Das Timing hätte kaum besser sein können. Fast zeitgleich zur Aktionärsversammlung in Kiel meldete das indische Verteidigungsministerium Vollzug bei den Kostenverhandlungen für das P-75(I)-Programm. Dabei geht es um den Bau von sechs fortschrittlichen diesel-elektrischen U-Booten. Das zuständige Komitee legte den Projektwert auf eine Spanne von umgerechnet 8 bis 9 Milliarden US-Dollar fest.
Damit ist die größte Hürde für den Mega-Deal genommen. TKMS liefert dabei das Design basierend auf einer Weiterentwicklung des Typs 214, gebaut werden die Boote in der indischen Staatswerft Mazagon Dock Shipbuilders. Nach zähen technischen und kommerziellen Gesprächen rückt die finale Vertragsunterzeichnung damit in greifbare Nähe.
Rekordbücher und Dividenden-Plan
Rückenwind gab es auch vom heimischen Parkett. Auf der ersten Hauptversammlung seit der Abspaltung von ThyssenKrupp präsentierte CEO Oliver Burkhard den Aktionären ein Unternehmen im Aufwind. Der Auftragsbestand erreichte zum Jahreswechsel mit 18,7 Milliarden Euro bereits ein Rekordniveau – und hier sind die potenziellen Großaufträge aus Indien und Kanada noch gar nicht eingerechnet.
Für Anleger besonders interessant: Die Dividendenpolitik nimmt Form an. Für das laufende Geschäftsjahr, also zahlbar im Jahr 2027, ist die erste Ausschüttung geplant. Mittelfristig sollen 30 bis 50 Prozent des Jahresergebnisses an die Anteilseigner fließen.
Kanada im Visier
Neben Indien richtet sich der Blick nun nach Ottawa. Bis Anfang März müssen die finalen Angebote für das „Canadian Patrol Submarine Project“ vorliegen. Auch hier geht es um ein Volumen von über zehn Milliarden Euro für bis zu zwölf U-Boote.
TKMS tritt hier in einem deutsch-norwegischen Schulterschluss an, muss sich aber gegen harte Konkurrenz aus Südkorea durchsetzen. Die Hanwha Group wirbt aggressiv um den Auftrag. Ein Erfolg in Kanada würde die mittelfristige Wachstumsstrategie, die ein jährliches Umsatzplus von rund zehn Prozent vorsieht, massiv untermauern.
Prognose angehoben
Obwohl das erste Quartal mit einem leichten Umsatzrückgang auf 545 Millionen Euro optisch unspektakulär verlief, strotzt das Management vor Zuversicht. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde auf ein Wachstum von zwei bis fünf Prozent angehoben. Auch die bereinigte EBIT-Marge soll auf über sechs Prozent klettern.
Die Aktie honorierte die operative Entwicklung zuletzt mit einem starken Lauf. Seit Jahresanfang steht ein Plus von über 36 Prozent zu Buche, auch wenn der Titel am Freitag bei 94,50 Euro eine leichte Verschnaufpause einlegte. Mit der möglichen Übernahme von German Naval Yards und der nächsten Bilanzvorlage am 11. Mai 2026 bleibt die Nachrichtenlage dicht. Sollten die Verträge in Indien final unterzeichnet werden, dürfte dies eine Neubewertung der Aktie anstoßen.
TKMS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 01. März liefert die Antwort:
Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








