BioNTech geht in die Offensive. Kurz vor der Veröffentlichung der Jahreszahlen eröffnet das Mainzer Biotech-Unternehmen eine neue juristische Front gegen den Erzrivalen Moderna. Doch der Patentstreit ist nur ein Teil der Geschichte: 2026 soll das Jahr der Wahrheit für die prall gefüllte Onkologie-Pipeline werden.

Juristischer Gegenschlag

Lange Zeit musste sich BioNTech gegen Patentklagen verteidigen, nun dreht das Unternehmen den Spieß um. Am 19. Februar reichten die Mainzer beim US-Bezirksgericht in Delaware Klage gegen Moderna ein. Der Vorwurf wiegt schwer: Modernas neuer Covid-19-Impfstoff mNEXSPIKE soll BioNTech-Patente verletzen, die eine effizientere Dosierung ermöglichen.

Für Moderna steht viel auf dem Spiel. Laut der Klageschrift wird erwartet, dass mNEXSPIKE in der aktuellen Saison etwa 55 Prozent der Covid-Impfstoffumsätze des US-Konkurrenten ausmacht. Es ist das erste Mal, dass BioNTech aktiv Patente im mRNA-Bereich offensiv durchsetzt, nachdem Moderna bereits 2022 rechtliche Schritte gegen die Partnerschaft von Pfizer und BioNTech eingeleitet hatte.

Fokus auf die Pipeline

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Während die Anwälte in Stellung gehen, richten Anleger ihren Blick auf den 10. März 2026. An diesem Datum wird BioNTech die Finanzzahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Die finanzielle Basis für die Zukunft steht: Zum Jahresende 2025 verfügte das Unternehmen über vorläufige liquide Mittel in Höhe von 17,2 Milliarden Euro.

Dieses Kapital fließt massiv in die strategische Neuausrichtung hin zur Krebsmedizin. Das Management hat für das laufende Jahr sieben wichtige Datenveröffentlichungen aus fortgeschrittenen Studien angekündigt. Besonders im Fokus steht der Antikörperkandidat BNT327 (Pumitamig), für den 2026 Phase-3-Daten erwartet werden. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt 15 Phase-3-Studien laufen.

Die Aktie honorierte die jüngsten Entwicklungen mit einer Erholung und liegt seit Jahresanfang gut 11 Prozent im Plus, auch wenn der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei knapp 109 Euro noch nicht aufgeholt ist.

Der 10. März wird zeigen, wie effizient BioNTech seine Milliardenreserven einsetzt. Entscheidender für den langfristigen Kursverlauf dürften jedoch die klinischen Daten der kommenden Monate sein. Gelingt bei den Schlüsselkandidaten der Durchbruch, rückt das abflauende Covid-Geschäft endgültig in den Hintergrund.

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