Renk Aktie: Offensive vor Zahlen
Der Augsburger Antriebsspezialist Renk liefert nur wenige Tage vor der wichtigen Bilanzvorlage operative Erfolgsmeldungen. Während die Aktie nach einer deutlichen Korrektur zuletzt eine Bodenbildung versuchte, meldet die US-Tochter frische Aufträge in Millionenhöhe. Doch reicht die operative Stärke aus, um die Anleger am 5. März zu überzeugen?
US-Geschäft als Wachstumstreiber
Die US-Tochter RENK America untermauert die Wachstumsambitionen des Konzerns mit konkreten Zahlen. Wie das Unternehmen bekannt gab, wurden seit Ende 2025 Aufträge für Support- und Ersatzteile mit einem Gesamtvolumen von über 50 Millionen US-Dollar gesichert. Das Paket umfasst unter anderem 25 Millionen Dollar für die Instandhaltung militärischer Plattformen sowie 18 Millionen Dollar für Panzermotor-Ersatzteile.
Diese Meldung reiht sich nahtlos in die jüngste Serie positiver Nachrichten aus Übersee ein. Bereits im Januar konnte ein Vertrag mit der U.S. Army über bis zu 75,5 Millionen Dollar fixiert werden. Die Produktion am Standort Muskegon, Michigan, läuft nach Unternehmensangaben unter Volllast. Parallel dazu investiert Renk massiv: Bis 2030 sollen gemeinsam mit lokalen Partnern 150 Millionen Dollar in den Ausbau der US-Kapazitäten fließen.
Spannung vor dem 5. März
Der Fokus der Finanzmärkte richtet sich nun auf den kommenden Donnerstag, den 5. März 2026. Dann präsentiert Renk die vollständigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Die Erwartungshaltung ist durch den kürzlich abgehaltenen "Pre-Close Call" bereits klar abgesteckt: CEO Dr. Alexander Sagel bestätigte die Guidance mit einem erwarteten Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro und einem bereinigten EBIT zwischen 210 und 235 Millionen Euro.
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Die Diskrepanz zwischen operativer Entwicklung und Börsenkurs ist dabei auffällig. Während Renk fundamental mit einem Rekord-Auftragsbestand von 6,4 Milliarden Euro und einem Umsatzwachstum von rund 19 Prozent in den ersten neun Monaten glänzte, notiert die Aktie heute bei 58,14 Euro. Das entspricht zwar einem Plus von über 90 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht, liegt aber gut 34 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von Anfang Oktober 2025.
Langfristige Kapazitätsausweitung
Um den hohen Auftragsbestand abzuarbeiten, fährt der Konzern seine Investitionen auch im Heimatmarkt hoch. Unter dem Programm „Made for Germany" sind bis 2028 Investitionen von bis zu 325 Millionen Euro geplant. Ziel ist es, die Getriebe-Produktion in Augsburg von 700 auf über 1.800 Einheiten pro Jahr mehr als zu verdoppeln. Bis 2030 strebt das Management einen organischen Konzernumsatz von bis zu 3,2 Milliarden Euro an, wobei das Verteidigungsgeschäft rund 90 Prozent der Erlöse ausmachen soll.
Fazit: Wegweisende Woche steht an
Die kommende Woche wird für die weitere Kursentwicklung entscheidend sein. Mit der Bilanzvorlage am 5. März muss Renk beweisen, dass die bestätigten Prognosen auch in Cashflow und Marge umgemünzt wurden. Unmittelbar nach den Zahlen, am 9. und 10. März, begibt sich das Management auf eine Roadshow in Zürich und Genf, um bei institutionellen Investoren für den Wachstumskurs zu werben. Gelingt es, die operative Stärke dort zu vermitteln, könnte der aktuelle Kursbereich eine Basis für neue Impulse bilden.
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