SoftBank Aktie: Stargate-Zweifel belasten
SoftBank verliert heute massiv an Wert. Die Aktie des japanischen Konglomerats fiel im Handelsverlauf um bis zu 12,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit August 2025 – ausgelöst durch wachsende Zweifel an der Realisierbarkeit des Stargate-Projekts, dem Herzstück von CEO Masayoshi Sons KI-Strategie.
Kreditmärkte senden Warnsignale
Der Kursrutsch spiegelt sich auch in den Kreditmärkten wider. Die 5-Jahres-Kreditausfallversicherungen (CDS) für SoftBank weiteten sich auf rund 380 Basispunkte aus, gegenüber etwa 347 Basispunkten Ende der Vorwoche. Damit bleibt SoftBank der japanische Konzern mit den weitesten CDS – rund 100 Basispunkte über dem Niveau von Nissan.
S&P Global hatte den Ausblick für SoftBanks BB+-Rating bereits zuvor von „stabil" auf „negativ" gesenkt. Begründung: Das zusätzliche Investment von 30 Milliarden Dollar in OpenAI könnte die Liquidität und Portfolioqualität des Unternehmens länger belasten als erwartet. SoftBank hält nach Investitionen von insgesamt rund 34,6 Milliarden Dollar etwa 11 Prozent an OpenAI.
Stargate: Große Ankündigung, wenig Fortschritt
Das 500-Milliarden-Dollar-Projekt Stargate – ein Joint Venture von OpenAI, SoftBank und Oracle zur Expansion der US-amerikanischen KI-Infrastruktur – steht nach Berichten von The Information unter erheblichem Druck. Mehr als ein Jahr nach der Ankündigung soll das Gemeinschaftsunternehmen noch keine Mitarbeiter eingestellt haben und keine aktive Rechenzentrumsplanung betreiben. Die Partner streiten demnach noch über Zuständigkeiten und die Struktur der Zusammenarbeit. Parallel dazu soll SoftBank Gespräche über eine Übernahme des US-Rechenzentrumsbetreibers Switch ausgesetzt haben – ein geplanter Kernbaustein für Stargate.
Hinzu kommt: SoftBank verhandelt laut informierten Kreisen über einen Überbrückungskredit von bis zu 40 Milliarden Dollar, mehrheitlich zur Finanzierung des OpenAI-Investments. Mit einer Laufzeit von rund zwölf Monaten wäre es die größte Dollar-Anleihe in der Unternehmensgeschichte. JPMorgan Chase gehört zu den vier Banken, die das Darlehen zeichnen sollen.
Starke Zahlen, aber mit Haken
Die jüngsten Quartalsergebnisse hatten noch ein anderes Bild gezeichnet. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres bis Dezember 2025 wies SoftBank einen Nettogewinn von 3,17 Billionen Yen (rund 20,7 Milliarden Dollar) aus. Der Vision Fund schwang von einem Verlust in einen Gewinn von 3,6 Billionen Yen. Analysten dämpften die Euphorie allerdings: Ein Großteil der Erträge basiere auf nicht realisierten Bewertungsgewinnen, nicht auf operativen Cashflows.
Unterdessen treibt SoftBank den geplanten US-Börsengang von PayPay voran. Das japanische Digitalzahlungsunternehmen strebt gemeinsam mit einem SoftBank-Vision-Fund-Vehikel eine Kapitalaufnahme von bis zu 1,1 Milliarden Dollar an – was den größten US-Börsengang eines japanischen Unternehmens überhaupt darstellen würde. Die angebotenen American Depositary Receipts sind mit 17 bis 20 Dollar je Einheit bepreist.
Der heutige Kursrutsch macht deutlich, wie fragil das Vertrauen der Märkte in SoftBanks KI-Wette derzeit ist. Solange die Umsetzung von Stargate unklar bleibt und der Verschuldungsgrad weiter steigt, dürfte der Druck auf Aktie und Kreditprofil anhalten.
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