Palantir dringt tiefer in den Finanzsektor vor — und zwar auf zwei Fronten gleichzeitig. Die britische Finanzaufsicht FCA hat dem Unternehmen einen Pilotvertrag zur Analyse sensibler Regulierungsdaten erteilt. Parallel dazu übernimmt Palantirs KI-Engine eine zentrale Rolle bei der Betrugsbekämpfung auf Polymarket, der weltweit größten Prognosemarktplattform.

FCA setzt auf Palantir-Technologie

Die FCA beauftragt Palantir für zunächst drei Monate mit der Analyse ihres internen „Data Lake" — einem umfangreichen Datenspeicher mit Informationen zu Betrug, Geldwäsche, Insiderhandel und Verbraucherbeschwerden. Der Vertrag ist auf mehr als 30.000 Pfund pro Woche angesetzt. Palantirs Plattform Foundry soll dabei große Mengen an E-Mails, Gesprächsaufzeichnungen und öffentlich zugänglichen Social-Media-Daten verarbeiten.

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Ziel ist es, die Aufsichtsressourcen gezielter auf Regelverstöße unter den rund 42.000 beaufsichtigten Finanzunternehmen auszurichten — von Großbanken bis zu Kryptobörsen.

Der Vertrag ist jedoch nicht unumstritten. Datenschutzanwälte sehen „sehr erhebliche" Bedenken beim Umgang mit Durchsetzungsdaten, die auch unbescholtene Personen betreffen. Mehrere Abgeordnete forderten die Regierung auf, den Deal zu überdenken. Die FCA betont, Palantir agiere lediglich als „Datenverarbeiter", Verschlüsselungsschlüssel und Datenspeicherung verblieben in Großbritannien, und alle Daten müssten nach Vertragsende vernichtet werden.

Der FCA-Auftrag reiht sich in ein wachsendes britisches Staatsgeschäft ein: Palantir hält bereits einen 330-Millionen-Pfund-Vertrag mit dem NHS sowie einen 240-Millionen-Pfund-Vertrag mit dem Verteidigungsministerium — das öffentliche Portfolio im Vereinigten Königreich übersteigt damit insgesamt 500 Millionen Pfund.

Polymarket als Referenzprojekt

Auf der anderen Seite des Atlantiks hat Polymarket eine Partnerschaft mit Palantir und TWG AI angekündigt. Die gemeinsam entwickelte KI-Engine Vergence AI soll Betrug und verdächtige Aktivitäten auf der Plattform erkennen und melden. Das System umfasst Handelsüberwachung, Anomalieerkennung, Screening gesperrter Nutzer sowie Compliance-Dokumentation.

Der Hintergrund: Prognosemärkte wie Polymarket und der Konkurrent Kalshi verzeichnen zuletzt stark steigende Handelsvolumina, getrieben unter anderem durch Sportereignis-Kontrakte. Das schnelle Wachstum hat Regulatoren und Profi-Sportligen auf den Plan gerufen, die Fragen zur Erkennung von Insiderinformationen und auffälligen Wettmustern stellen.

Wachstum mit Rückenwind

Beide Deals spiegeln eine breitere Dynamik wider. Im Gesamtjahr 2025 wuchs Palantirs US-amerikanisches Handelsgeschäft um 109 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar — ein bemerkenswertes Tempo für ein Unternehmen dieser Größe.

Gelingt der FCA-Pilotversuch, könnte daraus ein vollständiger KI-Beschaffungsauftrag entstehen und Palantir als Standard für KI-gestützte Finanzaufsicht etablieren. Der Betrugserkennungsmarkt, in dem das Unternehmen mit Vergence AI nun auch kommerziell Fuß fasst, wird bis 2034 auf 244 Milliarden Dollar geschätzt.

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