SoftBank investiert weiter entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette — diesmal auf einer Ebene, die weniger sichtbar ist, aber zunehmend kritisch wird: die Verbindung zwischen Prozessoren und Speicher.

Das Speicher-Nadelöhr im Fokus

Am 23. März beteiligte sich SoftBank an einer 225-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde für Kandou AI, ein Halbleiter-Startup, das sich auf Hochgeschwindigkeits-Verbindungstechnologien spezialisiert hat. Die überzeichnete Series-A-Runde wurde von Maverick Silicon angeführt; neben SoftBank beteiligten sich auch Synopsys, Cadence Design Systems und Alchip Technologies. Das Startup wird damit mit 400 Millionen Dollar bewertet.

Das technische Problem, das Kandou AI lösen will, ist konkret: Je größer KI-Modelle werden, desto mehr Bandbreite brauchen GPUs und CPUs, um auf wachsende Speichermengen zuzugreifen. Genau an dieser Engstelle setzt das Unternehmen an. Mit patentierten Signalisierungs- und SerDes-Technologien soll der Datentransfer über Kupferverbindungen effizienter werden — mehr Bandbreite, geringerer Energieverbrauch. Seit CEO Srujan Linga 2025 die Führung übernahm, hat das 2011 gegründete Unternehmen seinen Fokus konsequent von Unterhaltungselektronik auf KI-Infrastruktur verlagert.

Breites Portfolio, wachsende Schuldenrisiken

Die Beteiligung an Kandou AI ergänzt SoftBanks bestehende KI-Positionen auf der Hardware-Seite. Bereits über seinen Vision Fund hält SoftBank einen Anteil von elf Prozent an OpenAI. Mit Kandou AI kommt nun ein Baustein hinzu, der direkt auf die physische Infrastruktur großer KI-Cluster zielt.

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Das frische Kapital soll die Produktion von Hochleistungs-Konnektivitätschips skalieren, Partnerschaften mit Hyperscalern ausbauen und ein IP-Portfolio für Multi-Terabit-Verbindungen vorantreiben.

Der Zeitpunkt des Deals fällt mit dem Spatenstich für SoftBanks Ohio-Megaprojekt zusammen — einem 33-Milliarden-Dollar-Rechenzentrum auf einem ehemaligen Urananreicherungsgelände, das langfristig 9,2 Gigawatt Leistung liefern soll.

Kreditprofil unter Beobachtung

Die aggressive Investitionsstrategie hinterlässt Spuren in der Bonität. Nachdem S&P Global Ratings den Ausblick für SoftBank von stabil auf negativ revidiert hatte — ausgelöst durch die zusätzliche 30-Milliarden-Dollar-Investition in OpenAI — weiteten sich die Credit Default Swaps auf ein Elf-Monats-Hoch aus. SoftBank weist damit die breitesten CDS-Spreads unter japanischen Großkonzernen auf. S&P verwies darauf, dass die Wiederherstellung von Asset-Liquidität und Portfolioqualität länger dauern könnte als erwartet.

Das Kandou-AI-Investment zeigt, wie konsequent SoftBank seinen Aufbau entlang des gesamten KI-Stacks verfolgt — von Modellen über Rechenzentren bis zur Chip-Ebene. Ob das Kreditprofil dabei Schritt hält, bleibt die entscheidende Frage für Anleihegläubiger und Rating-Agenturen in den kommenden Quartalen.

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