SoftBank Group steigt mit 30 Milliarden Dollar in die größte private Finanzierungsrunde der Geschichte ein. Das japanische Konglomerat sichert sich damit einen erheblichen Anteil an OpenAI – und untermauert seine aggressive Strategie, die gesamte KI-Wertschöpfungskette zu kontrollieren.

Rekordinvestition in OpenAI

OpenAI hat 110 Milliarden Dollar eingesammelt. Amazon investierte 50 Milliarden Dollar, Nvidia und SoftBank jeweils 30 Milliarden Dollar. Die Bewertung des KI-Unternehmens vor der Finanzierungsrunde lag bei 730 Milliarden Dollar.

SoftBank ist kein Neuling bei OpenAI. Bereits im Vorjahr führte der Konzern eine 40-Milliarden-Runde an. Nach Abschluss dieser Transaktion hält SoftBank rund 11 Prozent an OpenAI.

Die Investition geht über reines Kapital hinaus. OpenAI nutzt SoftBanks globales Netzwerk für die internationale Expansion. Der Hintergrund: Big-Tech-Konzerne und Großinvestoren konkurrieren um strategische Partnerschaften mit OpenAI, das massiv in Rechenzentren investiert. Wer enge Verbindungen hält, verschafft sich Vorteile im KI-Wettrennen.

DigitalBridge-Übernahme: Die physische Infrastruktur

Parallel zur OpenAI-Beteiligung sichert sich SoftBank die Hardware-Basis. Der Konzern übernimmt DigitalBridge für 4 Milliarden Dollar – 16 Dollar je Aktie in bar. Der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

DigitalBridge verwaltet Infrastrukturanlagen im Wert von 108 Milliarden Dollar: Funkmasten, Rechenzentren, Glasfasernetze, Small Cells und Edge-Infrastruktur. Die Expertise reicht 30 Jahre zurück.

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Mit diesem Deal wandelt sich SoftBank vom Venture-Investor zum Infrastrukturbetreiber. Die Strategie ist vertikal: Infrastruktur über DigitalBridge, Chip-Design durch die Mehrheitsbeteiligung Arm, Modellentwicklung via OpenAI.

Telekomsparte liefert Rekordumsatz

Das Telekommunikationsgeschäft stützt die Gesamtbilanz. SoftBank Corp steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 um 8 Prozent auf 5,2 Billionen Yen – Rekord für diesen Zeitraum. Das operative Ergebnis kletterte ebenfalls um 8 Prozent auf 884 Milliarden Yen.

Die Telekomtochter hob daraufhin die Jahresprognose an: Umsatz nun 6,95 Billionen Yen statt zuvor 6,7 Billionen, operatives Ergebnis 1,02 Billionen Yen.

Zusätzlichen Schwung liefert die Rally bei Arm Holdings. SoftBank hält einen großen Anteil am britischen Chip-Designer, dessen Wachstum zunehmend durch KI-Anwendungen jenseits von Smartphones getrieben wird.

NAV unter Druck, OpenAI als Gegengewicht

Der Nettoinventarwert von SoftBank Group sank im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 um 6 Prozent. Verantwortlich: Ein Kursrückgang von Arm um 23 Prozent. Teilweise kompensiert wurde dies durch einen Wertzuwachs des Vision Fund 2 um 60 Prozent – hauptsächlich dank der gestiegenen OpenAI-Bewertung.

Eine Portfolioumschichtung fällt auf: SoftBank hat seine gesamte Nvidia-Position aufgelöst. Die Beteiligung im Wert von rund 5,83 Milliarden Dollar wurde verkauft, um Kapital für direkte Infrastrukturinvestitionen freizumachen.

Kontrolle über die KI-Kette

SoftBanks Position Anfang 2026 ist klar definiert: Der Konzern will die KI-Wertschöpfungskette von der physischen Infrastruktur bis zur Modellentwicklung beherrschen. Die erklärte Mission lautet, künstliche Superintelligenz zum Wohl der Menschheit zu realisieren. Das erfordert nicht nur Durchbrüche bei KI-Modellen, sondern auch die Plattform-Infrastruktur für Training, Deployment und globalen Betrieb.

Mit DigitalBridge, OpenAI, Arm und einem Telekommunikationsgeschäft auf Rekordkurs verfügt SoftBank über eine außergewöhnlich breite Präsenz im KI-Ökosystem. Die nächsten Quartalszahlen legt der Konzern am 7. Mai 2026 vor.

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