D-Wave Quantum hat im Geschäftsjahr 2025 zwar starke Wachstumsraten gemeldet und die Liquidität deutlich erhöht. Trotzdem drehte die Stimmung nach den Zahlen schnell, weil das vierte Quartal die Erwartungen verfehlte und Analysten Kursziele senkten. Wie belastbar ist die Wachstumsstory, wenn die Umsätze absolut noch klein bleiben?

Jahreszahlen stark, Quartal schwächer

D-Wave veröffentlichte die Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr bis Ende Dezember 2025 am Donnerstag. Auf Jahressicht sprang der Umsatz um 179% auf 24,6 Mio. US-Dollar. Die Bruttomarge lag bei 83%. Auch der Bruttogewinn stieg laut Unternehmen deutlich.

Im Schlussquartal zeigte sich jedoch ein anderes Bild: Der Umsatz lag bei 2,75 Mio. US-Dollar. Das entspricht zwar einem Plus von 19% gegenüber dem Vorjahr, verfehlte aber die Prognose von 3,72 Mio. US-Dollar um 26%. Der Nettoverlust im Quartal verringerte sich auf 42,3 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 86,1 Mio. US-Dollar). Beim bereinigten Nettoverlust lief es hingegen schlechter als erwartet: 31,8 Mio. US-Dollar bzw. 0,09 US-Dollar je Aktie, während der Markt mit 0,06 US-Dollar je Aktie gerechnet hatte.

Zusätzlich fielen die Bookings um 27% auf 13,4 Mio. US-Dollar. Im Vorjahr lagen sie bei 18,3 Mio. US-Dollar – damals inklusive eines größeren Systemverkaufs.

Analysten reagieren – Aktie rutscht ab

Nach der Veröffentlichung folgten zügig Anpassungen auf der Analystenseite: Evercore ISI und Mizuho senkten ihre Kursziele. Am Freitag fiel die Aktie um 11,27%.

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Ein weiterer Punkt rückte damit stärker in den Vordergrund: die Bewertung. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 6,7 Mrd. US-Dollar und einem Jahresumsatz von 24,6 Mio. US-Dollar ergibt sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 260.

Viel Cash, neue Bookings-Dynamik 2026

Auf der Bilanzseite meldete das Unternehmen eine deutlich stärkere Ausgangslage. Zum 31. Dezember 2025 lagen Cash und marktfähige Wertpapiere bei 884,5 Mio. US-Dollar, ein Plus von 397% gegenüber dem Vorjahr. Im vierten Quartal nahm D-Wave zudem 63,7 Mio. US-Dollar durch die Ausübung von Warrants ein.

Beim Auftragseingang meldete das Unternehmen für den Start ins neue Jahr spürbaren Rückenwind: Allein im Januar 2026 sollen Bookings von über 30 Mio. US-Dollar angefallen sein. Bis zum 25. Februar lagen die Bookings im laufenden ersten Quartal 2026 kumuliert bei mehr als 32,8 Mio. US-Dollar.

Übernahme und neue Deals

Strategisch wichtig war der Abschluss der Übernahme von Quantum Circuits Inc. Der Kaufpreis beträgt 550 Mio. US-Dollar, davon 300 Mio. US-Dollar in D-Wave-Stammaktien und 250 Mio. US-Dollar in bar. Quantum Circuits entwickelt fehlertolerante, supraleitende Gate-Model-Quantencomputer. Laut D-Wave erkennen die „Dual-Rail“-Qubits mit integrierter „Erasure Detection“ 90% der auftretenden Fehler; die Gate-Fidelities sollen mit der Technologie über 99,9% liegen.

Parallel meldete das Unternehmen neue Vertragsabschlüsse: eine Vereinbarung über 20 Mio. US-Dollar mit der Florida Atlantic University für den Kauf eines Advantage2-Quantencomputers sowie einen zweijährigen „Quantum Computing as a Service“-Deal über 10 Mio. US-Dollar mit einem Fortune-100-Unternehmen. Zudem gründete D-Wave eine neue Geschäftseinheit zur stärkeren Positionierung im US-Regierungsumfeld; die Leitung übernimmt Jack Sears Jr.

Am 20. Mai folgen die nächsten Quartalszahlen. Bis dahin bleibt die Gemengelage klar: operative Fortschritte, hohe Liquidität und steigende Bookings Anfang 2026 stehen einem enttäuschenden Schlussquartal und einer im Verhältnis zum Umsatz sehr anspruchsvollen Bewertung gegenüber.

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